Das Musical „Six“ hat am 16. Juli 2026 in Berlin Premiere gefeiert. Die Show, die in Berlin-Mitte gastiert, erzählt die Geschichte der sechs Ehefrauen von König Heinrich VIII. auf unkonventionelle Weise: Die Frauen treten in einem Wettstreit gegeneinander an, um zu beweisen, wer das tragischste Schicksal erlitten hat. Dabei verwandeln sie die Bühne in eine popkulturelle Achterbahnfahrt, die an die Spice Girls erinnert.
Ein feministisches Konzept mit historischem Tiefgang
Die Inszenierung von „Six“ verbindet auf einzigartige Weise Geschichtsunterricht mit moderner Popkultur. Die Texte sind nicht nur perfekt gereimt, sondern enthalten auch zahlreiche Referenzen an Popstars wie die Spice Girls. Die sechs Performerinnen laufen dabei zu Hochform auf und lassen britische Geschichte lebendig werden. Das Konzept ist bewusst feministisch: Statt als Opfer der Geschichte dargestellt zu werden, übernehmen die Frauen die Kontrolle über ihre eigenen Erzählungen.
Die Show wurde von Toby Marlow und Lucy Moss geschrieben und feierte bereits international Erfolge, bevor sie nun in Berlin gastiert. Die Berliner Premiere fand im Stage Theater des Westens statt und zog ein begeistertes Publikum an. Laut Veranstalterangaben war die Premiere restlos ausverkauft.
Ein Wettstreit der Schicksale
Im Mittelpunkt des Musicals steht der Wettstreit der sechs Frauen: Katharina von Aragon, Anne Boleyn, Jane Seymour, Anna von Kleve, Catherine Howard und Catherine Parr. Jede von ihnen präsentiert ihr eigenes Lied, in dem sie ihr Schicksal schildert – mal wütend, mal traurig, mal ironisch. Die Jury ist das Publikum, das am Ende entscheidet, welche Frau das schlimmste Los gezogen hat.
„Es ist erfrischend, diese historischen Figuren einmal nicht als Opfer zu sehen, sondern als starke Persönlichkeiten, die ihre Geschichte selbst erzählen“, sagte eine Besucherin nach der Premiere. Die Mischung aus historischen Fakten und popkulturellen Elementen sorgt für eine unterhaltsame und zugleich lehrreiche Erfahrung.
Popkulturelle Referenzen und musikalische Vielfalt
Die Musik von „Six“ ist eine Hommage an verschiedene Pop-Ikonen. Von den Spice Girls über Beyoncé bis hin zu Adele – die Lieder zitieren bekannte Melodien und Stile, ohne dabei plagiathaft zu wirken. Die Choreografien sind energiegeladen und die Kostüme farbenfroh, was die Show zu einem visuellen Erlebnis macht.
„Die Texte sind nicht nur perfekt gereimt, sie enthalten auch Referenzen an viele Pop-Stars wie die Spice Girls. Nebenbei lassen sie britische Geschichte lebendig werden“, beschrieb die Bezirksreporterin Iris May den Abend. Die Show dauert etwa 80 Minuten und kommt ohne Pause aus, was die Intensität des Erlebnisses erhöht.
Kritikerstimmen und Publikumsreaktionen
Die Premiere stieß auf durchweg positive Resonanz. Kritiker lobten die innovative Verbindung von Historie und Popkultur sowie die starke Bühnenpräsenz der Darstellerinnen. „Ein Musical, das klüger ist, als es scheint“, schrieb ein Rezensent. Das Publikum reagierte mit stehenden Ovationen und lang anhaltendem Applaus.
Die Show ist vorerst bis Ende September 2026 in Berlin zu sehen. Tickets sind ab 49 Euro erhältlich. Angesichts der hohen Nachfrage empfiehlt es sich, frühzeitig zu buchen. „Six“ verspricht ein unvergessliches Erlebnis für alle, die Geschichte mal anders erleben wollen – mit Witz, Tempo und einer gehörigen Portion Girl Power.



