Der jüngste Teil der legendären Horrorfilmreihe „Evil Dead Burn“ liefert eine Kussszene, die Kinobesucher so schnell nicht vergessen dürften. Statt Romantik und Herzklopfen präsentiert der Film einen Moment voller Blut, Schleim und Eiter – und sorgt damit für intensive Reaktionen im Publikum.
Ein Kuss der besonderen Art
In „Evil Dead Burn“ küsst Susan ihren von dämonischen Kräften besessenen Ehemann Edgar. Dieser ist zu diesem Zeitpunkt schwer entstellt: Mehrere Kopfschüsse haben riesige Löcher in seinem Schädel hinterlassen, Blut und Eiter sind deutlich sichtbar. Der Kuss selbst zieht lange Fäden aus Schleim und Eiter zwischen den Figuren und dauert unangenehm lange. Die Inszenierung zielt bewusst darauf ab, beim Publikum starke Reaktionen hervorzurufen.
Der Film ist der neueste Eintrag in der „Tanz der Teufel“-Reihe, die seit den 1980er Jahren als Horror-Institution gilt. Zu den Vorgängern zählen zahlreiche Fortsetzungen, Serien und Spiele. „Evil Dead Burn“ bleibt der Tradition treu: viel Blut, zerstückelte Körper und groteske Momente. Doch der Kuss sticht als besonders ekelerregendes Highlight heraus.
Mehr als bloßer Ekel
Trotz des Schockeffekts hat die Szene eine tiefere Bedeutung. Im Zentrum des Films stehen Trauer, familiäre Konflikte und zerbrochene Beziehungen. Susan trauert um ihren verstorbenen Sohn, kümmert sich um ihre demente Mutter und leidet unter einer erkalteten Ehe. Der Kuss bündelt diese Themen: Für einen kurzen Moment scheint Susan die Hoffnung zu haben, ihre Familie zurückzugewinnen und verlorene Nähe wiederzufinden. Gerade diese Sehnsucht macht die Szene trotz ihres Ekel-Faktors zu einem wichtigen Bestandteil der Handlung.
Der Filmkuss in „Evil Dead Burn“ reiht sich ein in die Geschichte der Kino-Küsse, die seit dem Kurzfilm „Der Kuss“ von 1896 immer wieder für Diskussionen sorgen. Während damals ein einfacher Schmatzer Empörung auslöste, sind Liebesszenen heute Standard. Der Horror-Kuss bricht jedoch mit dieser Tradition und zeigt, dass auch Ekel und Schock Momente der Popkultur werden können.
Reaktionen im Netz
Die Zuschauer reagieren gespalten. Viele berichten, sie hätten während der Szene wegschauen müssen. Der Content Creator „realsheff“ erklärte auf Social Media, er sei kurz davor gewesen, den Kinosaal zu verlassen. Andere nehmen den Moment mit Humor: Auf X (ehemals Twitter) bezeichnete ein Fan den Kuss scherzhaft als den „sexiesten Kuss des Jahres“. Wieder andere feiern die kompromisslose Horror-Inszenierung als eines der denkwürdigsten Highlights des Films.
„Evil Dead Burn“ läuft seit dem 9. Juli 2026 in den deutschen Kinos. Der Film richtet sich vor allem an Horror-Fans, die bei Blut, Ekel und schwarzem Humor nicht gleich die Augen schließen. Die Diskussion um den Kuss zeigt, dass die Reihe auch nach Jahrzehnten noch für Überraschungen gut ist.



