Free-TV-Premiere von „Better Man“ verdoppelt Zuschauerzahl
Free-TV-Premiere von „Better Man“ verdoppelt Zuschauerzahl

Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, zeigte ProSieben am Sonntagabend die Free-TV-Premiere der unkonventionellen Filmbiografie „Better Man – Die Robbie Williams Story“. Im Durchschnitt verfolgten 590.000 Zuschauerinnen und Zuschauer den Film, in dem die Hauptfigur als computeranimierter Affe auftritt. Das ist etwa doppelt so viele, wie vor anderthalb Jahren den Streifen im Kino gesehen hatten.

Zur Primetime um 20.15 Uhr erreichte ProSieben damit einen Marktanteil von 3,4 Prozent und belegte Platz fünf. Hinter dem Sender lagen die Wiederholungen von „Tatort: Was ihr nicht seht“ (ARD), „Frühling – Wenn die Zeit stehen bleibt“ (ZDF) und „James Bond 007 – Ein Quantum Trost“ (RTL) sowie die Free-TV-Premiere der Komödie „Alles Fifty Fifty“ bei Sat.1 mit Moritz Bleibtreu in einer der Hauptrollen.

Ein Schimpanse als Pop-Ikone

Verantwortlich für die Regie zeichnet Michael Gracey, der sich bereits mit dem Musical-Film „Greatest Showman“ einen Namen gemacht hat. Die Handlung zeichnet den Lebensweg von Robbie Williams nach, einem der erfolgreichsten europäischen Popstars der vergangenen Jahrzehnte. Im Mittelpunkt stehen der Aufstieg mit der Boyband Take That, der schwierige Übergang in die Solokarriere, der Kampf mit Drogen- und Alkoholproblemen, das angespannte Verhältnis zu den Eltern sowie der spätere Weltruhm mit Liedern wie „Let Me Entertain You“ und „Angels“.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Besonders markant ist die visuelle Umsetzung: Robbie Williams erscheint durchgehend als computeranimierter Schimpanse. Dieses Stilmittel geht auf den Sänger selbst zurück, der von Beginn an hinter dem Projekt stand. Er hat in der Vergangenheit mehrfach betont, sich wie ein Affe zu fühlen, der zur Unterhaltung des Publikums existiert. Der heute 52-Jährige soll sogar die Inspiration für diese ungewöhnliche Darstellung gewesen sein. Die Wahl sorgte vor dem Kinostart für kontroverse Diskussionen und polarisierte das Publikum im Vorfeld.

Kino-Flop, aber TV-Erfolg

In Deutschland kam der Film am 2. Januar 2025 in die Lichtspielhäuser. Dort sahen ihn in den folgenden Wochen lediglich etwa 300.000 Besucherinnen und Besucher – ein enttäuschender Wert. Auch international blieb der finanzielle Erfolg aus: Das weltweite Einspielergebnis summierte sich auf ungefähr 22 Millionen US-Dollar, während die Produktionskosten auf geschätzte 110 Millionen Dollar beziffert wurden. Die breite Masse fand das Konzept offenbar nicht originell, sondern eher albern, obwohl es viele wohlwollende Kritiken gab.

Die Free-TV-Ausstrahlung bei ProSieben erreichte nun allerdings ein deutlich größeres Publikum. Mit 590.000 Zuschauerinnen und Zuschauern mehr als verdoppelte der Film seine hiesige Reichweite im Vergleich zum Kinostart. Damit bewies das Robbie-Williams-Biopic, dass es gerade im heimischen Wohnzimmer auf Interesse stößt – trotz starker Konkurrenz am Sonntagabend.

Starke Bewertungen in der IMDb

Trotz des Flops auf der großen Leinwand finden Fans Gefallen an der außergewöhnlichen Erzählweise. In der Filmdatebank IMDb vergaben Nutzerinnen und Nutzer durchschnittlich 7,5 von 10 Sternen. Damit schneidet „Better Man“ besser ab als das gefeierte Elton-John-Biopic „Rocketman“ aus dem Jahr 2019, das auf 7,3 kommt. Die Freddie-Mercury-Verfilmung „Bohemian Rhapsody“ von 2018 erreicht bei IMDb sogar 7,9 Punkte.

Der dpa-Bericht ordnet ein, dass der Film trotz des Misserfolgs im Kino zumindest im Fernsehen sein Publikum gefunden hat. Die Einschaltquote der Free-TV-Premiere belegt, dass das Interesse an Robbie Williams und seiner außergewöhnlichen Lebensgeschichte ungebrochen ist. Ob der CGI-Affe auch langfristig zu einem Kultfilm wird, bleibt abzuwarten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration