Der neue „Spider-Man: No Way Home“ hat den erfolgreichsten Kinostart seit Beginn der Corona-Pandemie hingelegt. Nach Angaben des Verbands der Filmverleiher (VdF) sahen sich seit dem Kinostart am Mittwoch mehr als 1,1 Millionen Menschen in Deutschland den Film an. Der Umsatz: rund 15 Millionen Euro – so viel wie zuletzt 2019, als „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ die Kinos füllte.
Besonders das Wochenende vom 17. bis 19. Dezember bescherte den deutschen Lichtspielhäusern volle Säle. Immens hoch fielen auch die nordamerikanischen Zahlen aus: Laut Sony Pictures spielte der Marvel-Streifen am ersten Wochenende rund 253 Millionen Dollar ein – inklusive Vorpremieren am Donnerstag. Damit übertrumpfte der Film alle bisherigen Pandemie-Erscheinungen deutlich.
Erfolg auf ganzer Linie
Laut VdF handelt es sich um den besten Start eines Films in Deutschland seit „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“. Die Branche wertet das als klares Signal für die Erholung der Kinos, die unter den Folgen der Pandemie schwer gelitten haben. Die 2G-Regelungen und Maskenpflicht schreckten die Zuschauer offenbar nicht ab.
Auch international brach der Film Rekorde: Mit einem globalen Einspielergebnis von rund 587 Millionen Dollar am Startwochenende landete „Spider-Man: No Way Home“ auf Platz drei der erfolgreichsten Kinostarts aller Zeiten – hinter „Avengers: Endgame“ und „Avengers: Infinity War“. In den deutschen Kinos markiert der Film zugleich den erfolgreichsten Neustart seit dem Beginn der Pandemie.
Worum geht es im neuen Spider-Man?
In der dritten Solo-Adaption mit Tom Holland als Peter Parker wird die Identität des schüchternen Superhelden öffentlich enthüllt. Verzweifelt wendet er sich an den mächtigen Zauberer Doktor Strange, gespielt von Benedict Cumberbatch. Als dessen Beschwörung gründlich schiefläuft, öffnet sich das Multiversum – und alte Gegner aus früheren Spider-Man-Filmen kehren zurück.
Neben Holland und Zendeya als Mary Jane treten Marisa Tomei, Jacob Batalon und Alfred Molina auf. Langjährige Fans dürften einige Überraschungen erleben, die an frühere Filmreihen anknüpfen. Die ersten Kritiken fielen überwiegend positiv aus; auf dem Bewertungsportal Rotten Tomatoes erreichte der Film eine hohe Zustimmungsrate.
Ein Lichtblick für die Kinokultur
Für die Kinobranche kommt der Erfolg zur rechten Zeit. Viele Häuser hatten monatelang schließen müssen oder arbeiteten mit hohen Auflagen. Der VdF zeigte sich entsprechend erleichtert und betonte, wie sehr die Zuschauer das kollektive Filmerlebnis vermissten. Auch die hohen Zuschauerzahlen in den Städten wie München und Berlin zeigen: Die Menschen zieht es zurück auf die große Leinwand.
In den kommenden Wochen dürfte der Film seine starke Performance weiter ausbauen. Die Weihnachtsfeiertage und die Schulferien in mehreren Bundesländern sorgen traditionell für zusätzliche Ticketverkäufe. Bereits jetzt gilt als sicher, dass „Spider-Man: No Way Home“ die Eine-Milliarde-Dollar-Marke weltweit problemlos knacken wird.
Die Kinos dürfen sich also freuen: Nach zwei außergewöhnlich schwierigen Jahren scheint das große Blockbuster-Kino zurück zu sein. Der neue Spider-Man ist der erste Streich – und die Aussichten für das Kinojahr 2022 stehen besser denn je, denn weitere große Marvel- und DC-Verfilmungen warten bereits in den Startlöchern.



