A24: 19-Jähriger übersieht Stauende – sieben Verletzte bei Fehrbellin
Auffahrunfall auf A24: Sieben Verletzte bei Fehrbellin

Ein 19 Jahre alter Autofahrer hat am Sonntagmittag auf der Autobahn 24 bei Fehrbellin ein Stauende übersehen und einen schweren Auffahrunfall verursacht. Sieben Menschen wurden verletzt, eine 18-jährige Frau erlitt schwere Verletzungen. Wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte, befand sich auch ein sechsjähriges Kind unter den Leichtverletzten. Alle Betroffenen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Unfallhergang auf der A24

Der Unfall ereignete sich in Fahrtrichtung Hamburg zwischen den Anschlussstellen Fehrbellin und Kremmen im Landkreis Oberhavel. Nach ersten Erkenntnissen übersah der 19-Jährige das Stauende und fuhr ungebremst auf ein vorausfahrendes Auto auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen auf ein weiteres Fahrzeug geschoben, das ebenfalls in die Kollision verwickelt wurde. Alle drei Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt und waren nicht mehr fahrbereit. Sie mussten abgeschleppt werden.

Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 40.000 Euro. Die Autobahn wurde während der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten kurzzeitig gesperrt, was zu Verkehrsbeeinträchtigungen führte. Wie lange die Sperrung andauerte, gab die Polizei zunächst nicht bekannt.

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Verletztenbilanz und Ermittlungen

Die 18-jährige Insassin eines der beteiligten Fahrzeuge wurde schwer verletzt und musste intensivmedizinisch versorgt werden. Der 19-jährige Unfallverursacher sowie die vier weiteren Insassen der beiden anderen Autos kamen mit leichten Verletzungen davon. Unter ihnen war auch ein sechsjähriges Kind. Alle wurden vorsorglich in Krankenhäuser gebracht, wo sie ambulant oder stationär behandelt wurden.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Ein Sachverständiger soll nun den genauen Unfallhergang rekonstruieren. Die Beamten prüfen, ob der junge Fahrer möglicherweise durch Ablenkung oder überhöhte Geschwindigkeit das Stauende übersehen hat. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, werden gebeten, sich zu melden.

Gefahr von Stauende-Unfällen

Der Auffahrunfall auf der A24 reiht sich ein in eine Serie ähnlicher Unfälle, die immer wieder auf deutschen Autobahnen passieren. Besonders auf Strecken mit hohem Verkehrsaufkommen wie der A24 zwischen Berlin und Hamburg sind Stauenden häufige Gefahrenpunkte. Die Polizei rät Autofahrern, vor allem bei dichtem Verkehr und wechselnden Geschwindigkeiten stets aufmerksam zu bleiben, ausreichend Sicherheitsabstand zu halten und die Geschwindigkeit anzupassen. Auch das Beachten von Staumeldungen über Radio oder Navigationssysteme könne helfen, rechtzeitig zu bremsen.

Nach Angaben des ADAC ereignen sich viele Auffahrunfälle an Stauenden, weil Fahrer die plötzlich abbremsenden Fahrzeuge zu spät erkennen. Die A24 ist am Wochenende stark ausgelastet, insbesondere in den Ferienzeiten. Erste Maßnahmen wie Tempoanzeigen und Warnhinweise sollen die Unfallgefahr reduzieren, doch die Polizei betont, dass die Verantwortung letztlich bei den Fahrern liegt.

Die genaue Untersuchung des Unfalls wird noch einige Tage in Anspruch nehmen. Die Behörden hoffen, durch die Rekonstruktion weitere Erkenntnisse zur Unfallvermeidung zu gewinnen. Der verletzten 18-Jährigen wünschen Einsatzkräfte und Polizei eine schnelle Genesung. Nach Auskunft der Klinik besteht keine Lebensgefahr.

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