Spider-Man: Brand New Day verpasst US-Startrekord nur knapp
Spider-Man verpasst US-Startrekord nur knapp

Höher, schneller, weiter – und doch hauchdünn am Rekord vorbei: „Spider-Man: Brand New Day“ hat am Eröffnungswochenende in Nordamerika 355 Millionen US-Dollar eingespielt und damit den zweitbesten Kinostart der US-Filmgeschichte hingelegt. Nur „Avengers: Endgame“ aus dem Jahr 2019 bleibt mit 357 Millionen Dollar unerreicht. Das geht aus Daten des Branchendienstes Box Office Mojo hervor.

Dabei hätte es beinahe für den ganz großen Wurf gereicht. Der neue Marvel-Blockbuster liegt lediglich zwei Millionen Dollar unter dem Allzeitrekord. Doch die Magie der Spider-Man-Marke zeigt sich auch an anderer Stelle: Am Eröffnungsfreitag spielte „Brand New Day“ in Nordamerika 169,3 Millionen Dollar ein und übertraf damit den bisherigen Tagesrekord von „Avengers: Endgame“ (157,5 Millionen Dollar). Damit krönte sich der Film zum schnellsten Kassenschlager in den Kinos der USA und Kanadas.

Weltweit 927 Millionen Dollar in nur drei Tagen

Wer glaubt, der Erfolg beschränke sich auf den nordamerikanischen Markt, irrt. Weltweit spülte das Abenteuer um den freundlichen Helden aus der Nachbarschaft am Eröffnungswochenende stolze 927 Millionen Dollar in die Kassen. Damit avanciert der Film von Sony und Marvel Studios – Regie führte Destin Daniel Cretton – zu einem der erfolgreichsten Kinostarts aller Zeiten, nicht nur in den USA, sondern auf dem gesamten Globus.

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Die Zahl ist besonders beachtlich, wenn man bedenkt, dass die globale Kinobranche in den vergangenen Jahren mit den Auswirkungen der Pandemie, Streaming-Diensten und veränderten Sehgewohnheiten zu kämpfen hatte. Ein Start von fast einer Milliarde Dollar weltweit sendet ein deutliches Signal: Das Kinoerlebnis ist keineswegs am Ende, wenn die richtige Marke zum richtigen Zeitpunkt kommt.

Deutschland: Bester Start eines Spider-Man-Films

Auch in Deutschland sorgte „Spider-Man: Brand New Day“ für Begeisterung. Laut dem Branchenmagazin „THE SPOT media & film“ gelang dem Blockbuster hierzulande nicht nur der beste Umsatzstart eines „Spider-Man“-Films aller Zeiten – es war überdies der bisher stärkste Kinostart des Jahres. Bemerkenswert ist dies vor allem, weil die Temperaturen am Wochenende vielerorts sommerlich waren und die Menschen traditionell eher nach draußen ziehen.

Die Zahlen belegen, dass die Kombination aus Tom Holland als Peter Parker und einem seit Jahren aufgebauten Fan-Universum auch in Deutschland eine immense Anziehungskraft entfaltet. Der Film profitiert dabei von einer treuen Anhängerschaft, die die Geschichten um den Marvel-Superhelden seit über zwanzig Jahren begleitet.

Tom Holland und Zendaya erneut im Mittelpunkt

„Spider-Man: Brand New Day“ ist der vierte Kinofilm, in dem Tom Holland die Rolle des Peter Parker alias Spider-Man verkörpert. Zum ersten Mal schlüpfte er 2016 in „The First Avenger: Civil War“ in den roten Anzug. In den Solo-Abenteuern „Homecoming“, „Far From Home“ und „No Way Home“ verfeinerte er die Figur und machte sie beim Publikum weltweit beliebt. An seiner Seite spielt erneut Zendaya, die seine Freundin MJ verkörpert. Die Chemie zwischen den beiden gilt als einer der Gründe für den anhaltenden Erfolg der Reihe.

Regisseur Destin Daniel Cretton, bekannt für „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“, bringt eine frische Perspektive in das Spider-Man-Franchise. Die Kombination aus humorvollen Momenten, emotionalen Tiefpunkten und spektakulären Actionsequenzen kommt beim Publikum offenbar bestens an. Kritiker loben den Film für seine gelungene Mischung aus Blockbuster-Unterhaltung und menschlichem Drama.

Ein neuer Rekord in der Box-Office-Historie

Mit den 355 Millionen Dollar aus dem Eröffnungswochenende verdrängt „Spider-Man: Brand New Day“ den bisherigen Zweitplatzierten der US-Kinostarts. Das war bis dato ein anderer Spider-Man-Film: „Spider-Man: No Way Home“ hatte 2021 mit 260 Millionen Dollar für Furore gesorgt. Nun rutscht der frühere Rekordhalter auf den dritten Platz der ewigen US-Bestmarke.

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Die Dominanz der Spider-Man-Marke in den Top-Rängen ist bemerkenswert. Sechs der sieben erfolgreichsten US-Kinostarts entfallen auf Superheldenfilme, davon drei auf Spider-Man-Abenteuer. Diese Konstanz zeigt, dass das Genre auch nach Jahren der Hochkonjunktur nichts von seiner Zugkraft verloren hat. „Spider-Man: Brand New Day“ setzt damit neue Maßstäbe, nicht nur für kommende Superheldenfilme, sondern für die gesamte Kinobranche.

Was bedeutet dieser Erfolg für die Zukunft?

Der überragende Start von „Spider-Man: Brand New Day“ wird in Hollywood genau beobachtet. Er sendet eine klare Botschaft an Studios, Kinobetreiber und Investoren: Das Publikum sehnt sich nach großen, gemeinschaftlichen Erlebnissen – und ist bereit, dafür Geld auszugeben. Gleichzeitig erhöht er den Druck auf kommende Blockbuster, die nun gegen eine extrem hohe Messlatte antreten müssen.

Für Sony und Marvel Studios ist der Erfolg ein wichtiger Etappensieg. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Studios war in der Vergangenheit nicht immer konfliktfrei, doch der finanzielle Triumph dürfte die Partnerschaft stärken. Fans dürfen gespannt sein, ob diese Geschichte fortgesetzt wird – immerhin sind die Erwartungen an künftige Spider-Man-Abenteuer nun so hoch wie nie zuvor.