Die neueste Spiderman-Fortsetzung „Brand New Day“ mit Tom Holland und Zendaya enttäuscht auf ganzer Linie. Der Film, der am 24. Juli 2025 in die Kinos kam, bietet zwar spektakuläre Actionsequenzen, aber die Handlung bleibt dünn und die Charakterentwicklung oberflächlich. Das Urteil der Kritiker: mäßig unterhaltsam.
Action satt, Story schwach
Regisseur Jon Watts, der bereits die vorherigen Spiderman-Filme inszenierte, setzt erneut auf visuelle Effekte und rasante Verfolgungsjagden. Die actiongeladenen Szenen sind zweifellos beeindruckend und werden das junge Publikum begeistern. Doch wer eine tiefgründige Erzählung erwartet, wird enttäuscht. Die Handlung wirkt konstruiert und vorhersehbar, die Dialoge flach.
Tom Holland gibt als Peter Parker sein Bestes, aber sein Talent wird durch das schwache Drehbuch kaum gefordert. Zendaya, die als MJ zurückkehrt, hat nur wenige Szenen, die ihre schauspielerische Bandbreite zeigen. Die Chemie zwischen den beiden, die in früheren Filmen funkte, kommt diesmal nicht richtig zur Geltung.
Fans werden gespalten sein
Während eingefleischte Spiderman-Fans die Hommagen an die Comicvorlagen und die zahlreichen Easter Eggs zu schätzen wissen, dürften Gelegenheitszuschauer mit der dünnen Story hadern. Die Nebenfiguren, darunter der neue Schurke, bleiben blass und austauschbar. Der Film versucht, mehrere Handlungsstränge zu verfolgen, verliert dabei aber den roten Faden.
Besonders enttäuschend ist das Finale, das auf einen weiteren Cliffhanger setzt, ohne die laufenden Handlungsbögen zufriedenstellend abzuschließen. Das wirkt wie eine Marketingentscheidung, um die nächste Fortsetzung anzukündigen, anstatt eine runde Geschichte zu erzählen.
Technisch brillant, inhaltlich mau
Technisch ist „Brand New Day“ auf dem neuesten Stand: Die CGI-Effekte sind atemberaubend, die Kameraarbeit dynamisch, der Soundtrack treibend. Doch all das kann nicht über die inhaltlichen Schwächen hinwegtäuschen. Der Film ist ein Paradebeispiel dafür, dass visuelle Effekte allein keinen guten Film machen.
Die Laufzeit von 142 Minuten ist deutlich zu lang geraten. Viele Szenen hätten gekürzt oder gestrichen werden können, ohne dass die Handlung Schaden genommen hätte. Stattdessen wird der Zuschauer mit überflüssigen Nebenplots und Füllmaterial konfrontiert.
Fazit: Nur für Hardcore-Fans
„Spiderman: Brand New Day“ ist ein Film, der die Erwartungen nicht erfüllt. Wer auf actiongeladene Blockbuster steht und keine hohen Ansprüche an die Story stellt, wird unterhalten. Alle anderen sollten sich überlegen, ob sich der Kinobesuch lohnt. Die Kritiken in den sozialen Medien sind gemischt, viele Nutzer äußern sich ähnlich enttäuscht wie die professionellen Rezensenten.
Insgesamt bleibt „Brand New Day“ hinter den Vorgängern zurück. Die magischen Momente, die frühere Spiderman-Filme auszeichneten, fehlen. Stattdessen liefert der Film eine formelhafte Superhelden-Kost, die schnell vergessen ist. Für das Genre ist das ein Rückschritt.



