Der spanische Star-Regisseur Pedro Almodóvar hat bei den Filmfestspielen in Cannes scharfe Kritik an US-Präsident Donald Trump, Israels Premier Benjamin Netanjahu und Russlands Präsident Wladimir Putin geübt. Er bezeichnete die drei Politiker als „Monster“ und rief die Europäer dazu auf, ein Schutzschild gegen sie zu bilden.
„Wir sind, vor allem als Europäer, dazu verpflichtet, eine Art Schild gegen diese Monster wie Trump, Netanjahu oder den Russen zu werden“, sagte der 76-jährige Regisseur. Er betonte, dass Europa sich niemals Trump unterwerfen dürfe. Almodóvar trug bei seinem Auftritt einen Anstecker mit der Aufschrift „Free Palestine“.
Der Regisseur sieht es als moralische Pflicht von Künstlern, sich zu gesellschaftlichen Problemen zu äußern. Schweigen und Angst seien ein schlechtes Zeichen für bröckelnde Demokratien. Zuvor hatte bereits Schauspieler Javier Bardem in Cannes die „toxische Männlichkeit“ der drei Machthaber kritisiert.
Almodóvar stellte in Cannes seinen neuen Film „Bitter Christmas“ vor, der im Wettbewerb um die Goldene Palme läuft. Die Tragikomödie handelt von einem Filmemacher in der Krise und einer Werberegisseurin, die sich als Figur seines Drehbuchs entpuppt. Der Film spielt mit zwei Handlungsebenen und der Frage, wie Realität und Fiktion sich beeinflussen.



