Bares für Rares: Antiker Silberschatz entpuppt sich als 280 Jahre altes Hamburger Meisterwerk
Antiker Silberschatz bei Bares für Rares entdeckt

In der heutigen Folge von "Bares für Rares" am 17. Juli 2026 sorgt ein unscheinbarer Fund für große Überraschung: Ein vermeintlicher Zinnbecher entpuppt sich als antiker Silberschatz aus dem 18. Jahrhundert. Das Stück stammt aus dem Nachlass einer Mutter und lag zwischen einfachem Zinngeschirr in einer Kiste.

Der Fund: Vom Kellerfund zum Silberbecher

Martina und Kay aus Lübeck präsentieren Horst Lichter einen Becher, den sie zunächst für Zinn hielten. Doch sein hochwertiges Aussehen ließ sie zweifeln. In der Expertise von Patrick Lessmann zeigt sich: Der Becher wurde aus 750er-Silber gefertigt, innen und außen vergoldet und reich verziert. Die detailreichen Verzierungen zeigen Füllhörner, Pflanzen, Blüten sowie Symbole wie Schwerter, eine Schlange und Georgskreuze.

Die Georgskreuze verweisen auf den heiligen Georg, den Schutzpatron Englands. Trotz dieses englischen Motivs stammt der Becher jedoch aus Hamburg, wie die Marken auf der Unterseite verraten. Das Hamburger Zeichen mit Türmen und dem Buchstaben „W“ wurde zwischen 1738 und 1749 genutzt, dazu passt die Marke des Silberschmieds Hinrich Brahmfeld. Damit datiert der Becher auf die Jahre 1738 bis 1749 – er ist rund 280 Jahre alt.

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Expertenschätzung und Verkauf

Der Becher weist Dellen, eine kleine Beschädigung am Rand und abgenutzte Vergoldung auf. Der reine Silberwert liegt bei etwa 250 Euro. Aufgrund des Alters und der Historie schätzt Patrick Lessmann den Marktwert jedoch auf 1.300 bis 1.500 Euro. Im Händlerraum entwickelt sich ein spannender Bieterkampf: Die Gebote starten beim Silberwert, steigen aber nur zäh. Am Ende einigen sich Martina und Kay mit Julian Schmitz-Avila auf 600 Euro. „Wir sind happy mit dem Geschäft“, sagen die beiden.

Weitere Raritäten der Sendung

Neben dem Silberbecher gibt es weitere bemerkenswerte Stücke: Eine Augenwender-Uhr „John Bull“ aus bemaltem Gusseisen (1900–1910, Schätzung 250–350 Euro), ein unbenutztes Rosenthal-Teeservice „Leda mit dem Schwan“ (1980er, 21-teilig, limitiert auf 500 Exemplare, Schätzung 500–800 Euro), eine Opal-Kragenbrosche aus 585er-Gold (um 1900, Schätzung 350–450 Euro), eine Jugendstil-Säulenwaage aus einer Kölner Apotheke (1905–1915, Schätzung 300–500 Euro) sowie drei Werke von Günther Uecker: zwei signierte Grafiken und ein Nagelobjekt (Schätzung insgesamt 1.800–2.000 Euro).

Ob und zu welchen Preisen diese Stücke verkauft wurden, zeigt die heutige Folge von "Bares für Rares" im ZDF.

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