Bode-Museum: Ausstellung beleuchtet Prinzessin im Zwielicht
Bode-Museum: Ausstellung beleuchtet Prinzessin im Zwielicht

Das Bode-Museum in Berlin präsentiert eine ungewöhnliche Ausstellung, die das wenig bekannte Fotoarchiv des Hauses mit der Skulpturensammlung in Dialog bringt. Im Mittelpunkt steht eine Prinzessin, die durch die fotografischen Arbeiten von Clarence Kennedy (1892–1972) ins Zwielicht gerückt wird.

Die Prinzessin von Urbino im Fokus

Die Ausstellung zeigt Aufnahmen von Clarence Kennedy, der die Prinzessin von Urbino vor 1928 fotografierte. Diese Bilder sind Teil des Fotoarchivs des Bode-Museums, das bisher nur einer kleinen Fachöffentlichkeit bekannt war. Die Fotografien werden nun erstmals umfassend der Öffentlichkeit präsentiert und mit Skulpturen aus der Sammlung des Museums kombiniert.

„Die Bilder Kennedys verleihen der Prinzessin eine neue, fast mysteriöse Aura“, erläutert Kuratorin Utta Raifer. „Sie zeigen Details und Perspektiven, die in der Skulptur selbst so nicht sichtbar sind.“ Die Ausstellung lädt die Besucher ein, die Grenzen zwischen Fotografie und Bildhauerei zu erkunden.

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Dialog zwischen Fotografie und Skulptur

Die Schau stellt die Frage, wie fotografische Aufnahmen die Wahrnehmung von Kunstwerken verändern können. Indem sie die Prinzessin von Urbino in verschiedenen Licht- und Schattenspielen zeigen, rücken die Fotografien die Skulptur in ein neues Licht – im wahrsten Sinne des Wortes. „Das Zwielicht, in das die Prinzessin gerückt wird, ist kein Zufall, sondern eine bewusste künstlerische Entscheidung“, so Raifer.

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Oktober 2026 im Bode-Museum zu sehen. Sie bietet einen seltenen Einblick in die Arbeit eines Fotografen, der sich intensiv mit der Bildhauerei auseinandersetzte. Kennedy, ein Amerikaner, der in Florenz lebte, war bekannt für seine detailreichen Aufnahmen von Renaissance-Skulpturen.

Ein wenig bekanntes Archiv

Das Fotoarchiv des Bode-Museums umfasst tausende Aufnahmen aus verschiedenen Epochen. Viele davon sind bislang unveröffentlicht. Die Ausstellung ist der erste Schritt, um dieses Archiv einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Wir hoffen, dass die Besucher durch die Ausstellung einen neuen Zugang zur Skulpturensammlung finden“, sagt Raifer. Die Kombination von historischen Fotografien und Original-Skulpturen eröffne unerwartete Perspektiven auf die Kunstwerke.

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