Der Ulmer Künstler Burkhard Tümmers ist gestorben - Kunstszene trauert
Burkhard Tümmers ist tot: Ulmer Künstler gestorben

Die Kunstwelt ist um eine prägende Stimme ärmer: Der Bildhauer Burkhard Tümmers aus Ulm ist tot. Das bestätigten Weggefährten. Tümmers prägte über Jahrzehnte die Kunstszene der Region.

Seine Großplastiken aus Stahl und Bronze stehen in vielen Städten und gehören zum vertrauten Bild öffentlicher Räume. Sie laden ein zur Auseinandersetzung mit Form und Material.

Ein Künstler, der Räume schuf

Tümmers verstand es, mit abstrakten Formen und präzisen Linien Dialoge zu schaffen. Seine Arbeiten wirken sowohl monumental als auch filigran. Inmitten von Alltagsarchitektur setzen sie Akzente und schaffen Orte der Ruhe.

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Geboren wurde Burkhard Tümmers in Ulm. Nach seiner künstlerischen Ausbildung arbeitete er freischaffend. Sein Atelier befand sich am Stadtrand; hier entstanden in jahrzehntelanger Arbeit Entwürfe und Modelle für seine großen Skulpturen.

Öffentliche Kunst als Anliegen

Für Tümmers war es wichtig, dass Kunst nicht in Museen verschwindet. Er verstand seine Arbeiten als Teil des städtischen Raums. Viele seiner Werke wurden durch Wettbewerbe zur Kunst am Bau realisiert. Sie sind in vielen Städten Deutschlands zu finden.

Seine Kunst war geprägt von einer intensiven Auseinandersetzung mit Material und Raum. Stahl, Edelstahl und Cortenstahl gehörten zu seinen bevorzugten Werkstoffen. Er bearbeitete sie präzise und schuf so Oberflächen, die Licht und Witterung im Laufe der Zeit verändern.

Vom Modell zur Skulptur

Bevor eine Skulptur entstand, fertigte Tümmers kleine Modelle aus Wachs oder Gips. Aus diesen Entwürfen entwickelten sich oft großformatige Arbeiten. Dieser Prozess war für ihn ein Dialog zwischen Vorstellung und Material.

Bei der Auswahl der Standorte für seine Arbeiten suchte er den Kontakt zu Architekten und Stadtplanern. Er interessierte sich für die Beziehung zwischen Kunstwerk und Betrachter, zwischen Figur und Umgebung. Nicht jedes Werk passte an jeden Ort – das war seine Überzeugung.

Ein Werk, das verbindet

Seine Kunst war nicht laut, aber nachhaltig. Sie forderte zur Auseinandersetzung auf, ohne zu provozieren. In ihrer Klarheit und Archaik erinnern manche Arbeiten an die klassische Moderne. Doch Tümmers fand eine eigene Sprache, die durch ihre zeitlose Gültigkeit besticht.

Auch in der Lehre gab er sein Wissen weiter. In Kursen und Workshops betreute er über viele Jahre Studierende und interessierte Laien. Viele jüngere Künstlerinnen und Künstler haben von seiner genauen Beobachtungsgabe und seiner handwerklichen Präzision profitiert.

Trauer und Anteilnahme

Die Nachricht von seinem Tod hat viele Menschen bewegt. In den sozialen Netzwerken kondolieren Kollegen, Sammler und Kunstfreunde. Auch die städtischen Kultureinrichtungen zeigen sich betroffen. Sie verweisen auf die besondere Bedeutung seiner Werke für das Stadtbild.

Burkhard Tümmers hinterlässt ein umfangreiches künstlerisches Erbe. Es wird einsehbar bleiben in den vielen öffentlichen Arbeiten sowie in privaten und institutionellen Sammlungen. Der Verlust ist groß – die Erinnerung an seine Kunst bleibt.

Die Beisetzung soll im privaten Kreis stattfinden. Eine Gedenkveranstaltung für die Öffentlichkeit wird erwogen.

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