Hamburger Bahnhof: Von der Liebe zu Mensch und Material
Hamburger Bahnhof: Liebe zu Mensch und Material

Die neue Ausstellung im Hamburger Bahnhof in Berlin widmet sich einem ebenso universellen wie intimen Thema: der Liebe zu Mensch und Material. Unter dem Titel „Von der Liebe zu Mensch und Material“ vereint die Schau Werke internationaler Künstler, die die emotionale Bindung zwischen Menschen und den Dingen des Alltags erforschen. Kuratiert wurde die Ausstellung von Dr. Anna Schmidt, die betont: „Es geht um die tiefe Verbundenheit, die wir zu Gegenständen empfinden – und was sie über uns als Menschen verrät.“

Eine Reise durch Kunst und Alltag

Die Ausstellung erstreckt sich über mehrere Räume und präsentiert rund 120 Exponate, darunter Skulpturen, Installationen, Fotografien und Videoarbeiten. Ein zentrales Werk ist die Installation „Faden der Erinnerung“ der Künstlerin Maria Lopez, die aus tausenden von Textilfäden besteht, die an persönliche Geschichten von Berliner Bürgern geknüpft sind. „Jeder Faden steht für eine Erinnerung, ein Gefühl oder eine Beziehung – zu Menschen oder zu Materialien, die uns begleiten“, erklärt Lopez. Die Besucher sind eingeladen, eigene Fäden hinzuzufügen, sodass die Installation im Laufe der Ausstellung wächst.

Die Faszination des Materiellen

Ein weiterer Höhepunkt ist die Arbeit des japanischen Künstlers Takashi Yamamoto, der aus recyceltem Plastik filigrane Skulpturen erschafft, die an organische Formen erinnern. Yamamoto sagt: „Plastik ist ein Material, das wir oft verachten, aber es ist auch ein Teil unseres Lebens. Ich möchte zeigen, dass auch in vermeintlich wertlosen Stoffen Schönheit und Bedeutung liegen.“ Die Ausstellung beleuchtet damit auch die ökologische Dimension unserer Beziehung zu Materialien: Wie gehen wir mit Ressourcen um, und welche emotionale Bindung haben wir zu Dingen, die wir wegwerfen?

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Interaktive Elemente und Workshops

Begleitend zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Führungen und Diskussionsrunden. Besonders beliebt ist der „Material-Tisch“, an dem Besucher verschiedene Stoffe, Hölzer und Metalle anfassen und ihre eigenen Assoziationen teilen können. „Die haptische Erfahrung ist ein zentraler Bestandteil der Ausstellung“, so Kuratorin Schmidt. „Wir wollen, dass die Menschen nicht nur sehen, sondern auch fühlen, wie Materialien auf uns wirken.“

Kritik und Resonanz

Die Ausstellung stößt auf positive Resonanz: Bereits in der ersten Woche verzeichnete der Hamburger Bahnhof über 5.000 Besucher. Die Kunstkritikerin Julia Meier von der „Berliner Zeitung“ lobt: „Die Schau schafft es, einen Bogen von der persönlichen Erinnerung bis zur globalen Materialökonomie zu spannen – das ist klug gemacht und berührend zugleich.“ Einziger Kritikpunkt: Die Fülle an Exponaten könne manchmal überwältigend wirken. Dennoch empfiehlt Meier einen Besuch: „Nehmen Sie sich Zeit, denn jede Ecke hält eine neue Entdeckung bereit.“

Praktische Informationen

Die Ausstellung „Von der Liebe zu Mensch und Material“ ist vom 15. März bis zum 30. September 2025 im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart in Berlin zu sehen. Geöffnet täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet 14 Euro, ermäßigt 8 Euro. Weitere Informationen unter www.hamburgerbahnhof.de.

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