Kerstin Ott, die Berliner Schlagersängerin, hat sich innerhalb eines Jahrzehnts von einem Übernacht-Erfolg zu einer der erfolgreichsten Musikerinnen Deutschlands entwickelt. Gleichzeitig ist sie zur Ikone der Generation Z geworden – vegan, lesbisch, und seit Kurzem bekennt sie sich auch als Feministin. In einem Interview mit dem Tagesspiegel spricht sie über Authentizität und Abgrenzung.
Der Durchbruch mit „Die immer lacht“
Vor etwa zehn Jahren wurde Kerstin Ott mit dem Lied „Die immer lacht“ über Nacht bekannt. Heute gehört sie zu den erfolgreichsten Musikerinnen Deutschlands. Auf die Frage, ob sie den Song noch hören könne, antwortet sie: „Privat höre ich mir das nicht mehr an (lacht). Aber bei Konzerten spiele ich das Lied immer noch sehr gerne, weil ich sehe, wie sehr sich die Menschen darüber freuen. Diese Energie überträgt sich natürlich auch auf mich.“
Authentizität als Markenzeichen
Ott betont, dass Authentizität für sie essenziell sei. Sie lebe offen ihre Identität als lesbische Frau und setze sich für Themen wie Veganismus und Feminismus ein. Diese Haltung habe ihr geholfen, auch bei jüngeren Generationen Anklang zu finden. „Ich bin, wie ich bin, und das spüren die Leute“, sagt sie.
Abgrenzung von der Schlagerbranche
Trotz ihres Erfolgs im Schlager-Genre grenzt sich Ott bewusst von einigen Konventionen der Branche ab. Sie legt Wert auf eigenständige Texte und eine moderne Inszenierung. Ein Feature mit Ikkimel? „Sofort!“, zeigt sie sich begeistert von der Idee, mit jungen Künstlern zusammenzuarbeiten.
Vorbild für die Gen Z
Mit ihrer offenen Art und ihrer Bereitschaft, gesellschaftliche Themen anzusprechen, ist Kerstin Ott zu einem Vorbild für viele junge Menschen geworden. Sie zeigt, dass man im Schlagerbusiness erfolgreich sein kann, ohne seine Werte zu verraten. „Ich will nicht nur unterhalten, sondern auch etwas bewegen“, erklärt sie.



