Das Kanzlerinnenporträt von Angela Merkel, gemalt von Jérémie Queyras, wurde im Bode-Museum in Berlin enthüllt und zog enormes öffentliches Interesse auf sich. Der Künstler, der bis dahin kaum bekannt war, spricht im Interview über die Arbeit an dem Gemälde und die Begegnungen mit seinem prominentesten Modell.
Der Rummel um die Enthüllung
Auf die Frage, ob er froh sei, dass der Trubel vorbei sei, antwortet Queyras: „Letzteres. Und vorüber ist es bisher nicht. Erst jetzt reagiere ich auf Anfragen für Interviews und die vielen Nachrichten, die ich bekommen habe. Ich freue mich über das Interesse, gehe es aber langsam an.“ Die Enthüllung des Porträts fand im Bode-Museum statt, und die Resonanz war überwältigend. Queyras betont, dass der Rummel noch anhalte und er die vielen Reaktionen erst nach und nach verarbeite.
Die Entstehung des Porträts
Der Auftrag für das Kanzlerinnenbild kam für Queyras überraschend. Er hatte zuvor keine Berühmtheit als Porträtist, doch die Wahl fiel auf ihn. In den Sitzungen mit Angela Merkel lernte er die ehemalige Bundeskanzlerin aus einer besonderen Perspektive kennen. „Ich glaube, es ist eines meiner gelungeneren Werke“, sagt Queyras über das Gemälde. Die Arbeit an dem Porträt erforderte mehrere Sitzungen, in denen Merkel Modell saß. Queyras beschreibt die Zusammenarbeit als konzentriert und angenehm, ohne jedoch ins Detail zu gehen.
Die öffentliche Wirkung
Das Porträt wird nun im Bode-Museum ausgestellt und ist Teil der Sammlung. Die öffentliche Neugier war riesig, was Queyras als Anerkennung seiner Arbeit sieht. Er hofft, dass das Gemälde auch langfristig gewürdigt wird. Der Künstler plant, sich nun wieder auf andere Projekte zu konzentrieren, doch die Erfahrung mit Merkel wird sicherlich ein Höhepunkt seiner Karriere bleiben.



