Wer die erste Opern-Liveübertragung von BILD verpasst hat, bekommt jetzt eine zweite Chance: „Die Entführung aus dem Serail“ mit Comedy-Star Bülent Ceylan (50) in der Sprechrolle des Bassa Selim gibt es noch bis zum 11. Juli mittags mit BILDplus als Aufzeichnung zu sehen.
Moderne Inszenierung mit Jacht und Tattoos
Mozarts Oper überrascht mit einer modernen Inszenierung, einer riesigen Jacht auf der Bühne und einem ungewöhnlichen Gast in einer Schlüsselrolle. Beim Zuschauen tauchen bei vielen Zuschauern dieselben Fragen auf. BILD gibt die Antworten.
Bülent Ceylan, vielen als Comedian bekannt, wurde von der Staatsoper Unter den Linden auf die Opernbühne geholt. Er übernimmt die Sprechrolle des Bassa Selim. Mozart hatte diese Rolle bereits bei der Uraufführung 1782 als reine Sprechrolle angelegt. Deshalb singt Ceylan nicht.
Bülent Ceylan und die klassische Musik
Ganz fremd ist ihm die klassische Musik trotzdem nicht. Schon in der Schulzeit lernte er Geige. Mit 14 hörte er wieder auf. Später sagte er einmal: „Eigentlich schade, vielleicht wäre ich auch der türkische David Garrett geworden.“ Bis heute hört er klassische Musik gern zum Entspannen.
Wer Ceylan in der Oper erlebt hat und mehr sehen möchte, kann sich freuen. Anfang 2027 steht er erneut als Bassa Selim auf der Bühne der Staatsoper Unter den Linden. Geplant sind fünf weitere Vorstellungen von „Die Entführung aus dem Serail“.
Osmin und die Luxusjacht
Bass David Steffens (42) tritt als Osmin zu Beginn mit freiem Oberkörper und großen Tätowierungen auf. Viele Zuschauer fragen sich: Sind die echt? BILD weiß: Nein. Die Tätowierungen gehören zum Kostüm. Es entstand in der Kostümabteilung der Staatsoper in rund 40 Arbeitsstunden. Die Motive wurden von Hand mit Seidenmalfarbe auf hautfarbenen Stretchstoff gemalt und nach den Proben immer wieder nachjustiert, bis die Farbsättigung stimmte.
Auch die riesige Luxusjacht auf der Bühne ist echte Handarbeit. Bühnenbildner Raimund Bauer verlegt die Handlung in einen Hafen, den mehrere Ebenen einer modernen Jacht dominieren. Mit dem Bau wurde im Februar 2026 in den Werkstätten der Staatsoper begonnen. Vier Monate lang, bis kurz vor der Premiere, wurde daran gearbeitet.
Wer all das selbst erleben möchte, kann die Aufzeichnung der ersten Opern-Liveübertragung von BILD mit „Die Entführung aus dem Serail“ noch bis zum 11. Juli mittags mit BILDplus ansehen.



