Pet Shop Boys über Berlin: Wahlheimat mit besonderen Orten
Die Pet Shop Boys, das legendäre Elektropop-Duo aus Großbritannien, kehren für eine Reihe von Konzerten nach Berlin zurück. Neil Tennant und Chris Lowe haben eine besondere Beziehung zur deutschen Hauptstadt: Vor 16 Jahren kauften sie eine Wohnung in Berlin, richteten ein kleines Studio ein und schrieben dort einen Großteil ihres Materials. In einem Interview mit dem Tagesspiegel sprechen sie über ihre Wahlheimat und verraten, welche Orte sie lieben und welche sie meiden.
Drei Konzerte in Berlin: Greatest Hits und seltene Stücke
Die Band wird drei aufeinanderfolgende Konzerte in Berlin geben: eine „Greatest Hits“-Show in der Waldbühne sowie zwei Konzerte mit B-Seiten und Albumtracks im Huxley’s. „Wir haben eine starke Fangemeinde in der Stadt. Sehr textsicher!“, sagt Neil Tennant. „Die will auch mal etwas anderes hören als die Hits, mit denen wir seit vier Jahren touren.“ Bisher hatten sie solche Spezialkonzerte nur in London gegeben.
Das Europa-Center und das Berghain: Faszination Berlin
Das Duo hat ein Faible für das Europa-Center am Breitscheidplatz. „Da gehen wir oft hin, einfach wegen der Architektur und der Atmosphäre“, erklärt Tennant. Auch das Berghain ist ein Ort, den sie schätzen – allerdings zu ungewöhnlichen Zeiten: „Vor dem Mittagessen ist es am besten, da ist es noch ruhig.“
Die Paris Bar: Kein Besuch mehr
Einen Ort meiden die Pet Shop Boys jedoch: die berühmte Paris Bar. „Da gehen wir nicht mehr hin“, sagt Tennant ohne weitere Begründung. Das Restaurant in der Kantstraße war einst ein Treffpunkt für Künstler und Prominente, hat aber in den letzten Jahren an Glanz verloren.
Verfolgungsjagd im Taxi: Ein Berliner Abenteuer
Ein besonderes Erlebnis in Berlin war eine Verfolgungsjagd im Taxi. „Wir wurden von einem Fan verfolgt, der uns unbedingt ein Demo-Band geben wollte“, erinnert sich Chris Lowe. „Der Taxifahrer hat Vollgas gegeben und uns durch die Stadt gejagt. Es war verrückt, aber auch typisch Berlin.“



