Porzellan-Pudel für Mampe-Museum aufgetaucht: Bares für Rares-Star stiftet Rarität
Berlin. Für das Museum der Berliner Schnapsmanufaktur Mampe wurde noch ein weißer Porzellan-Pudel gesucht. Jetzt gibt es gute Neuigkeiten: Der seltene Sammlergegenstand ist wieder aufgetaucht und wird dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.
Der weiße Pudel aus Porzellan war im Besitz des Antiquitätenhändlers Fabian Kahl, der aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ bekannt ist. Er hat das Stück dem Mampe Museum nun als Dauerleihgabe überlassen.
„Das ganze Mampe Team freut sich riesig über die Leihgabe von Fabian: Im kleinen Mampe Museum steht nun vereint nebeneinander, was über Jahrzehnte undenkbar war: Pudel und Elefant“, sagte Geschäftsführer Florian Löhlein der Deutschen Presse-Agentur.
„Bares für Rares“-Star wollte den Pudel „einfach haben“
Kahl hatte die historische Werbefigur im Herbst 2025 in einer „Bares für Rares“-Sendung gekauft. „Ich kaufe immer wieder mal Werbeartikel wie Emailleschilder, Dosen oder Pappaufsteller von bestimmten Firmen. Und ich habe eine Affinität zum Porzellan“, erklärte der TV-Star. „In dem Mampe-Pudel verbindet sich dies beides zu einem sehr ansprechenden Objekt, das ich einfach haben wollte.“
Als klar wurde, dass man in Berlin nach dem Pudel suchte, erklärte Kahl sich gleich bereit, das Tier abzugeben. Der Pudel gehe auf eine frühere Hamburger Unternehmenslinie von Mampe zurück, sagte Kuratorin Karin Erb. Diese stand über Jahrzehnte in Konkurrenz zur Berliner Linie.
Als Markenzeichen in Berlin etabliert: Zu trinken gab's „Weißer Pudel“
Während die Berliner Linie den weißen Elefanten als Markenzeichen etablierte, warb die Hamburger Linie zeitweise mit dem weißen Pudel. Auch ein Weinbrand beziehungsweise Likör trug diesen Namen. Die Porzellanfigur gilt nach Angaben der Kuratorin als seltenes Sammlerstück. Mit der Leihgabe seien nun erstmals Pudel und Elefant gemeinsam im Museum vertreten, sagte Löhlein.
Mampe entstand vor fast 200 Jahren
Die für den Kräuterlikör „Halb und Halb“ bekannte Marke besteht seit fast 200 Jahren. Der Berliner Sanitätsrat Carl Mampe entwickelte in den 1830er Jahren einen Magenbitter, der gegen Cholera helfen sollte, und später als Likör vertrieben wurde. Aus dem Geschäft entwickelte sich eine Spirituosenmarke mit mehr als 70 Produkten. Nach dem wirtschaftlichen Niedergang kehrte das Unternehmen 2012 zurück. Heute produziert Mampe wieder in seiner Berliner Manufaktur in Kreuzberg.
Das Mampe Museum eröffnet am 3. Juli in der Kreuzberger Manufaktur. Gezeigt werden unter anderem historische Möbel, Fotos und weitere Erinnerungsstücke aus der Unternehmensgeschichte. Der Eintritt ist kostenlos.



