„Jurassic Park“-Star Sam Neill starb an Lungenentzündung
Sam Neill starb an Lungenentzündung

Der neuseeländische Schauspieler Sam Neill, weltbekannt durch seine Rolle als Paläontologe Dr. Alan Grant in Steven Spielbergs „Jurassic Park“, ist an einer Lungenentzündung gestorben. Das bestätigte sein langjähriger Sprecher Philip Grenz gegenüber dem australischen „Guardian“. Neill wurde 78 Jahre alt.

Familie veröffentlicht Todesursache nach Spekulationen

Die Familie des Schauspielers entschloss sich, die Todesursache öffentlich zu machen, nachdem in den Medien „Ungenauigkeiten und schlicht falsche Behauptungen“ verbreitet worden waren, so Sprecher Grenz. Neill war am Montag im australischen Sydney gestorben. Kurz vor seinem Tod war er krebsfrei gewesen, betonte die Familie in einer ersten Mitteilung. Der Schauspieler hatte 2022 öffentlich gemacht, an einem aggressiven Blutkrebs erkrankt zu sein. Nach Chemotherapien nahm er erfolgreich an einer CAR-T-Zelltherapie teil, einer modernen Form der Krebsimmuntherapie.

Krebsbehandlungen schwächten Immunsystem

Neill frühere Partnerin, die australische Journalistin Laura Tingle, sagte dem Sender ABC Sydney am Dienstag, die jahrelangen Krebsbehandlungen hätten den Schauspieler stark geschwächt. „Er habe über Jahre intensiv gegen den Krebs gekämpft und zahlreiche Therapien erhalten, die sein Immunsystem belastet hätten“, erklärte Tingle. In den vergangenen Wochen sei Neill bereits schwer krank gewesen.

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Letzte Filmprojekte und zurückgezogener Lebensstil

Trotz seiner Erkrankung wirkte Neill im vergangenen Jahr an vier Filmproduktionen mit, die in den kommenden Monaten erscheinen sollen, so sein Sprecher. Der Schauspieler habe sehr zurückgezogen gelebt und keinen öffentlichen Rummel um seine Person gewollt. Die Trauerfeier werde im engsten Familien- und Freundeskreis auf seiner Farm in Neuseeland stattfinden. Anstelle von Blumen bat die Familie um Spenden an Organisationen, die Neill besonders am Herzen lagen.

Karriere und Durchbruch mit „Jurassic Park“

Sam Neill wurde 1947 in Nordirland geboren und zog als Kind mit seiner Familie nach Neuseeland. Seine Schauspielkarriere begann in den Siebzigerjahren und brachte ihm Dutzende Rollen in Film und Fernsehen ein, vor allem in Neuseeland und Australien. Der große Durchbruch gelang ihm 1993 als Paläontologe Dr. Alan Grant in Steven Spielbergs „Jurassic Park“, basierend auf Michael Crichtons Bestseller. An der Seite von Laura Dern und Jeff Goldblum wurde der Film zu einem weltweiten Erfolg. Jahrzehnte später kehrte er für „Jurassic World: Dominion“ in die Rolle zurück.

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