Leipziger Stasi-Museum startet Neuanfang mit neuem Vorstand
Leipziger Stasi-Museum startet Neuanfang mit neuem Vorstand

Nach Kritik und Fördermittelkürzungen steht das Leipziger Stasi-Museum in der „Runden Ecke“ vor einem Neuanfang. Der Trägerverein Bürgerkomitee Leipzig e.V. hat einen neuen Vorstand gewählt, wie der Verein am Samstag mitteilte. Dem Gremium gehört der langjährige Geschäftsführer und Gedenkstättenleiter Tobias Hollitzer nicht mehr an.

An der Person des Museumschefs hatte sich in der Vergangenheit ein Teil der Kritik entzündet. Die Ausstellung im ehemaligen Sitz der Bezirksverwaltung der Staatssicherheit wurde als veraltet eingestuft, und eine modernere Präsentation wurde gefordert. Geldgeber wie die Stadt Leipzig strichen daraufhin Fördermittel.

Hollitzer werde sich künftig als Leiter der Gedenkstätte auf die inhaltlich-wissenschaftliche Arbeit konzentrieren, teilte der Trägerverein mit. Der neue Vorstand werde interimsweise die Geschäfte führen.

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Darüber hinaus werde der neue Vorstand zeitnah Kontakt zu den Fördermittelgebern in Bund, Land und Kommune aufnehmen, um den Betrieb der „Runden Ecke“ im laufenden Jahr und darüber hinaus gewährleisten zu können, so das Bürgerkomitee.

Das Museum beherbergt seit 1990 die Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“. Zur Gedenkstätte gehört auch ein Stasi-Bunker in Machern bei Leipzig, in den sich die örtliche Stasi-Führung in einem Ernstfall hätte zurückziehen sollen.

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