Kulturstaatsminister Weimer sagt Buchmesse-Rundgang wegen Bundestagsdebatte ab
Kulturstaatsminister Weimer sagt Buchmesse-Rundgang wegen Bundestagsdebatte ab

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat seinen traditionellen Rundgang auf der Leipziger Buchmesse abgesagt. Grund sei eine Debatte im Bundestag, die eine Teilnahme am Donnerstag unmöglich mache, teilte eine Sprecherin mit. Weimer werde jedoch am Mittwochabend am Festakt zur Eröffnung der Buchmesse teilnehmen.

Ursprünglich war der Rundgang für diesen Donnerstag geplant, ebenso die Eröffnung des Ukraine-Standes auf der Messe. Beide Termine wurden gestrichen. Am Abend will Weimer in der Deutschen Nationalbibliothek an einer Diskussionsrunde zur Meinungsfreiheit teilnehmen. Die Leipziger Buchmesse ist vom 19. bis 22. März für Besucher geöffnet.

Weimer war zuletzt mehrfach in die Kritik geraten. Wegen „verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse“ ließ er drei linke Buchläden von der Nominierungsliste für den Deutschen Buchhandlungspreis streichen. Die Auszeichnung hätte auf der Messe vergeben werden sollen. Weimer sagte schließlich die Verleihung komplett ab. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels äußerte sich kritisch zu dem Vorgehen.

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Kurz darauf wurde bekannt, dass sich Weimer gegen einen lange geplanten Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig entschieden hat. Die Planungen seien wegen der unsicheren Haushaltslage des Bundes ausgesetzt, teilte ein Sprecher mit. Weimer strebe an, in Zukunft möglichst digitale Werke sammeln zu lassen. Auch hiergegen wurden zahlreiche Stimmen erhoben, die sich für den Anbau aussprachen.

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