Der Schauspieler Werner Enke ist tot. Er starb am 20. Juli 2026 im Alter von 85 Jahren in München nach schwerer Krankheit. Das bestätigte ein langjähriger Freund unter Berufung auf Enkes Lebensgefährtin, die Regisseurin May Spils, der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte der „Münchner Merkur“ berichtet.
Von Göttingen auf die Leinwand
Enke wurde 1941 in Berlin geboren und wuchs in Göttingen auf. Er war nicht nur Schauspieler, sondern schrieb Theaterstücke, führte Regie und malte. Seine größten Erfolge feierte er mit den Filmen „Zur Sache, Schätzchen“ (1968) und „Nicht fummeln, Liebling“ (1970), bei denen er als Autor und Hauptdarsteller fungierte. Regie führte jeweils May Spils, seine langjährige Lebensgefährtin.
Uschi Glas: „Eine Walze des Vergnügens“
Uschi Glas, seine Filmpartnerin in „Zur Sache, Schätzchen“, erinnerte sich an die Premiere in München: „Eine Walze des Vergnügens rollte durch den Kinosaal.“ Enke sei sogar leicht verärgert gewesen, weil man durch das viele Gelächter seine Pointen nicht mehr verstehen konnte. Der Film lief zwei Jahre lang in deutschen Kinos.
Zum Tod Enkes schrieb Glas auf Anfrage der „Abendzeitung“: „Lieber Werner, eigentlich wollten wir doch noch zusammen feiern. Aber jetzt bist du im Himmel und schaust auf uns hinab. Ich bedanke mich bei Dir von Herzen, es war eine Freude, mit Dir zu drehen, obwohl wir uns ab und zu auch ganz schön gekabbelt haben.“
Ein Pionier der deutschen Filmkomödie
Mit erst 26 Jahren präsentierte Spils als erste deutsche Regisseurin der Nachkriegsgeneration die Komödie „Zur Sache, Schätzchen“. Enke spielte den Nichtstuer Martin, der die Welt mit pseudophilosophischen Sprüchen beglückt und in den Tag hinein lebt. Die Begegnung mit Barbara (Uschi Glas), der wohlbehüteten Tochter aus gutbürgerlichem Haus, wirbelt sein Leben durcheinander.
Enke hinterlässt seine Lebensgefährtin May Spils. Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der deutschen Filmlandschaft.



