Katy Perry wütend über Weißes Haus: Song in Kriegsvideo missbraucht
Katy Perry wütend: Song in Kriegsvideo des Weißen Hauses

Katy Perry hat scharfe Kritik am Weißen Haus geäußert, nachdem ihr Hit „Firework“ für ein TikTok-Video verwendet wurde, das einen US-Militärschlag im Iran zeigt. Die Sängerin bezeichnete die Nutzung als „völligen Verrat“ an der Botschaft ihres Liedes.

Weißes Haus postet Explosionsvideo mit Perrys Hit

Der offizielle TikTok-Account des Weißen Hauses veröffentlichte am Wochenende einen Clip, der eine Explosion während eines Angriffs auf den Iran zeigt. Untermalt wird die Szene mit einer Sequenz von Katy Perrys 2010er-Single „Firework“. Dazu schrieb der Account: „Der Iran ist gewarnt worden.“ Das Video, das inzwischen tausendfach geteilt wurde, zeigt eine deutlich sichtbare Detonation.

Perry: „Ich bin entsetzt und wütend“

Die 41-jährige Sängerin reagierte umgehend auf der Plattform X (ehemals Twitter). „Ich bin entsetzt und wütend darüber, dass mein Lied ‚Firework‘ als Hintergrundmusik für Aufnahmen von Militärschlägen verwendet wurde“, schrieb sie. Weiter betonte sie: „Ich habe dem nicht zugestimmt, ich wurde nicht gefragt, und ich billige das absolut nicht. Meine Musik soll Menschen zusammenbringen – nicht Krieg verherrlichen.“

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Perry erläuterte, dass sie „Firework“ als Hymne der Hoffnung, Heilung und inneren Stärke geschrieben habe – für Menschen in ihren dunkelsten persönlichen Momenten. Die Nutzung durch das Weiße Haus sei eine völlige Verfälschung dieser Botschaft.

Nicht der erste Musik-Missbrauch des Weißen Hauses

Es ist nicht das erste Mal, dass das Weiße Haus mit unerlaubter Musiknutzung für Kontroversen sorgt. Bereits im Dezember 2025 hatte die US-Regierung ein Video zur Festnahme von Migranten mit einem Song von Sabrina Carpenter hinterlegt. Carpenter zeigte sich damals ebenfalls verärgert und bezeichnete den Clip als „bösartig und widerwärtig“. Ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte damals: „Wir entschuldigen uns nicht.“ Auf die aktuelle Kritik Perrys reagierte das Weiße Haus zunächst nicht öffentlich.

Rechtliche Grauzone und Künstlerproteste

Die unautorisierte Nutzung von Musik durch Regierungsbehörden bewegt sich oft in einer rechtlichen Grauzone. Zwar besitzen Labels und Verlage die Rechte, doch Künstler haben in der Regel kein direktes Vetorecht, wenn die Regierung Lizenzen über die Verwertungsgesellschaften erwirbt. Dennoch protestieren Musiker immer wieder gegen die Verwendung ihrer Werke in politisch sensiblen Kontexten. So klagten bereits Größen wie Neil Young und die Rolling Stones gegen die Nutzung ihrer Songs durch republikanische Wahlkampfveranstaltungen. Im Fall von Katy Perry zeichnet sich ebenfalls keine gütliche Einigung ab. Die Sängerin forderte das Weiße Haus via X auf, das Video umgehend zu löschen – eine Aufforderung, der bislang nicht nachgekommen wurde.

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