Mit Mitte 40 tauschte der Berliner Panos Gotsis das Krankenhaus gegen den Catwalk. Jüngst eröffnete er am Kurfürstendamm seinen eigenen Laden. Im Interview erzählt er, wie und warum er den Neuanfang wagte.
Warum sind Sie Arzt geworden?
„Weil mich das immer schon fasziniert hat“, sagt Gotsis. „Als ich ein kleiner Junge war, musste ich einen Test machen, um die berufliche Orientierung herauszufiltern. Da war an erster Stelle Arzt. Ich mag es, mich mit Menschen auseinanderzusetzen.“
Doch nach vielen Jahren in der Medizin verspürte er den Wunsch nach Veränderung. Die Modebranche zog ihn an, obwohl der Schritt mit Risiken verbunden war.
Der Moment der Entscheidung
„Am meisten Angst hatte ich davor, es meinem Vater zu sagen“, gesteht Gotsis. Der Vater hatte traditionelle Vorstellungen von einem sicheren Beruf. Doch der Sohn ließ sich nicht beirren. Er absolvierte eine Ausbildung zum Modedesigner und startete seine eigene Marke.
Heute blickt er auf eine erfolgreiche Kollektion zurück. Sein Laden am Ku'damm ist ein wichtiger Meilenstein. „Es war eine mutige Entscheidung, aber ich bereue sie keine Sekunde“, betont er.
Die Herausforderungen des Neuanfangs
Der Wechsel vom Arzt zum Designer erforderte nicht nur Mut, sondern auch finanzielle Opfer. „Ich habe viel investiert, aber es hat sich gelohnt“, sagt Gotsis. Seine Kunden schätzen die handwerkliche Qualität und die persönliche Note seiner Stücke.
Der Erfolg gibt ihm recht: Die Nachfrage nach seinen Entwürfen steigt stetig. Gotsis plant bereits weitere Expansionen.
Ein Vorbild für andere?
Panos Gotsis hofft, mit seiner Geschichte andere zu inspirieren, die ebenfalls über einen Karrierewechsel nachdenken. „Man sollte nie aufhören, an seine Träume zu glauben“, sagt er. „Auch wenn der Weg steinig ist – am Ende zählt, dass man glücklich ist.“



