Margrethe II. nach Krankenhausaufenthalten wieder in der Öffentlichkeit
Dänemarks Altkönigin Margrethe II. ist zum ersten Mal nach ihren jüngsten Krankenhausaufenthalten zu einem Termin erschienen – gestützt auf einen Rollator. Das zeigten Fotos von der Verleihung des „Prins Henrik Preises“ im Schloss Fredensborg. Die 86-Jährige war zuletzt Ende Mai aus dem Krankenhaus entlassen worden, nachdem sie dort einige Tage lang wegen einer größeren Einblutung im Hüftbereich behandelt worden war.
Zweiter Krankenhausaufenthalt im Mai
Schon Mitte Mai war die frühere Monarchin mit einer sogenannten Angina pectoris – also Schmerzen in der Brust, die durch eine Durchblutungsstörung des Herzens entstehen – ins Kopenhagener Universitätskrankenhaus gekommen. Sie hatte sich dort einem Eingriff zur Erweiterung von Blutgefäßen unterziehen müssen. Die beiden Krankenhausaufenthalte innerhalb weniger Wochen hatten für Besorgnis im Königshaus und in der Bevölkerung gesorgt.
Öffentlicher Auftritt nach Entlassung
Die Teilnahme an dem nach ihrem verstorbenen Mann benannten Literaturpreis ist Margrethes erster öffentlicher Auftritt nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus. Die Teilnahme an der Einweihung einer nach ihr benannten Brücke am Samstag hatte sie noch absagen müssen. Diese Aufgabe überließ sie ihrem Enkelsohn, dem Kronprinzen Christian (20). Der junge Kronprinz vertrat seine Großmutter bei der Zeremonie und weihte die Brücke im Beisein zahlreicher Gäste ein.
Rückblick: Abdankung Anfang 2024
Anfang 2024 hatte Margrethe überraschend abgedankt und den Thron nach 52 Jahren als dänisches Staatsoberhaupt ihrem Sohn, König Frederik X., überlassen. Seitdem führt sie den Titel „Altkönigin“ und nimmt nur noch ausgewählte Termine wahr. Ihr Gesundheitszustand war in den vergangenen Monaten immer wieder Thema in den Medien. Mit dem Rollator zeigt sie nun, dass sie sich von den Eingriffen erholt und weiterhin aktiv am öffentlichen Leben teilnimmt.
Der Prins Henrik Preis wird jährlich an Personen verliehen, die sich in den Bereichen Literatur, Kunst oder Kultur verdient gemacht haben. Er ist nach Margrethes 2018 verstorbenem Ehemann Prinz Henrik benannt. Die diesjährige Verleihung fand im kleinen Kreis statt, wobei Margrethe sichtlich bewegt war und die Auszeichnung persönlich überreichte.



