ZDF stellt Krimi-Serie "Ein Fall für zwei" nach 46 Jahren ein
ZDF beendet Krimi-Serie "Ein Fall für zwei" nach 46 Jahren

Das ZDF beendet nach fast fünf Jahrzehnten seine traditionsreiche Krimi-Serie "Ein Fall für zwei". Die letzte Staffel mit vier Episoden soll im Jahr 2027 ausgestrahlt werden, wie der Sender in Mainz mitteilte. Anschließend werde ein 90-minütiger Spielfilm, der 2027 gedreht werden soll, "die Geschichte zu einem würdigen Abschluss führen". Das Format mit wechselnden Besetzungen gibt es seit 1981.

Besetzung und Handlung der aktuellen Serie

In der Buddy-Krimiserie spielen Wanja Mues den Privatdetektiv Leo Oswald und Antoine Monot den Rechtsanwalt Benni Hornberg. Die beiden sind gegensätzlich, aber dennoch beste Freunde. Privatdetektiv Oswald ist stets im Auftrag von Anwalt Hornberg unterwegs. Die gemeinsamen Ermittlungsergebnisse versetzen Staatsanwältin Claudia Strauss, gespielt von Bettina Zimmermann, regelmäßig in Erstaunen. Bereits im September 2026 kommt die vorletzte zwölfte Staffel des aktuellen Teams, das seit 2014 im Einsatz ist, ins ZDF-Programm. Die 13. Staffel und das Ende werden dann 2027 ausgestrahlt.

Reaktionen des ZDF und der Darsteller

Das ZDF erklärte: "'Ein Fall für zwei' hat den ZDF-Freitagskrimi über mehr als vier Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt und Generationen von Zuschauerinnen und Zuschauern begleitet. Umso schwerer fällt nach reiflicher Überlegung die Entscheidung, die Reihe zu beenden." Hauptdarsteller Wanja Mues zeigte sich betroffen: "Ein großes Kapitel deutscher Fernsehgeschichte findet sein Ende. Das tut mir leid für die vielen Millionen treuen Fans, die uns am Freitagabend regelmäßig begleitet haben. Jetzt ist Zeit für neue Abenteuer, und ich freue mich schon auf alles, was da kommt." Antoine Monot ergänzte: "Unser ganz persönlicher 'Fall für Mues und Monot' ist noch lange nicht vorbei: Wir stehen gemeinsam mit dem Live-Hörspiel Pater Brown auf der Bühne und drehen 2027 den 90-Minüter 'Ein Fall für zwei', der dann als Abschluss im ZDF ausgestrahlt wird. Darauf freuen wir uns."

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Zukunft des ZDF-Freitagskrimis

Das Format des Freitagskrimis soll es weiterhin geben, "mit einer stärkeren Fokussierung auf wenige Formate". Zum Freitagskrimi gehörten einst Serien wie "Der Kommissar", "Derrick", "Siska" und "Der Staatsanwalt". Seit 1977 läuft die in München spielende Serie "Der Alte". Seit 2012 wird ebenfalls in München die Krimiserie "Die Chefin" mit Katharina Böhm ausgestrahlt. Seit Anfang 2026 gibt es die im Dreiländereck am Bodensee spielende Serie "Mordufer" mit Franziska Weisz und Maria Wördemann, die den Freitagskrimi um eine landschaftlich geprägte Facette erweitern soll.

Geschichte von "Ein Fall für zwei"

Die erste Folge "Die große Schwester" lief am 11. September 1981. Darin war der spätere Privatdetektiv Josef Matula, gespielt von Claus Theo Gärtner, noch als Frankfurter Polizeibeamter zu sehen, der auf seinen späteren Partner, Rechtsanwalt Dieter Renz (Günter Strack), trifft. Matula prägte die Serie wie kein Zweiter – mit zerfurchtem Gesicht, tiefer Stimme, Lederjacke und Zigarettennebel. Gärtner war mehr als drei Jahrzehnte dabei, während die Anwälte wechselten: Auf Strack folgten Rainer Hunold, Mathias Herrmann und Paul Frielinghaus. Mit Gärtners Ausscheiden nach 300 Folgen im Jahr 2013 endete eine Ära. 2014 wurde das Format als "vollkommen neue Serie" wiederbelebt, mit neuen Figuren und Geschichten, aber gleicher Grundkonstellation und Spielort Frankfurt. Bis heute gab es 46 Folgen der neuen Serie. Nach Staffel 12 wird es 50 Folgen geben, am Ende 54 Episoden plus den Abschlussfilm.

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