"Bares für Rares": Zitterbrosche mit 88 Diamanten erzielt 3.300 Euro
"Bares für Rares": Zitterbrosche mit 88 Diamanten für 3.300 Euro

In der "Bares für Rares"-Folge vom 28. Juli 2026 sorgte eine fein gearbeitete Zitterbrosche aus dem 19. Jahrhundert für große Begeisterung. Das Schmuckstück, das Renate und Helge von der Nordseeinsel Wangerooge in das Pulheimer Walzwerk brachten, stammt aus Renates Familie: zunächst im Besitz ihrer Großmutter, dann jahrelang ungesehen in einer Schublade bei ihrer Mutter.

Historische Zitterbrosche mit aufwendiger Federkonstruktion

Die Expertin Heide Rezepa-Zabel identifizierte die Brosche als sogenannte Trembleuse (Zitterbrosche), die zwischen 1860 und 1880 in Mitteleuropa, wahrscheinlich Deutschland, gefertigt wurde. Charakteristisch ist die zentrale Blüte, die über eine Draht- und Federkonstruktion "zitternd" aufgehängt ist. Das Schmuckstück besteht aus 14-karätigem Gold; die Diamanten sind in silberdoublierten Fassungen gesetzt, um ihr Funkeln zu verstärken.

88 Diamanten und natürliche Rubine

Laut Rezepa-Zabel umfasst die Brosche rund 88 Diamanten im Altschliff, darunter einen Mittelstein von etwa 0,6 Karat, was einem Gesamtdiamantgewicht von rund 3,2 Karat entspricht. Im Zentrum der Blüte befindet sich ein Kranz natürlicher Rubine. Eine Signatur oder Punze fehlt. Der reine Metallwert wurde auf etwa 1.000 Euro geschätzt, der Gesamtwert der Brosche auf 3.000 bis 4.000 Euro.

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Verkauf weit über Wunschpreis

Die Verkäufer hatten zunächst einen Wunschpreis von 999 Euro genannt. Im Händlerraum zeigte sich sofort, dass es sich um eine seltene Rarität in bemerkenswert gutem Zustand handelt. Besonders hervorgehoben wurden der funktionierende Zitter-Mechanismus und die funkelnde Wirkung der Diamanten. Händlerin Susanne Steiger sicherte sich die Brosche schließlich mit einem Gebot von 3.300 Euro.

Weitere Raritäten der Sendung

Neben der Zitterbrosche wurden in dieser Folge weitere Fundstücke präsentiert: ein Porzellan-Meerschweinchen von Paul Walther für Meissen (um 1920, Wert ca. 300 Euro), eine Sammlung von Vitra-Miniaturstühlen im Maßstab 1:6 (Wert 700–900 Euro), fünf silberne Salieren von Lazarus Posen Witwe (um 1900, Wert 180–220 Euro) sowie Parfümflakons der Yves-Saint-Laurent-Duftlinie "Champagne" (Wert 200–250 Euro).

Ob alle Stücke verkauft wurden, zeigt die vollständige Sendung im ZDF.

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