Berliner Wohnungskommission: 19.700 Wohnungen beschleunigt
Berliner Wohnungskommission: 19.700 Wohnungen

Die Berliner Wohnungskommission hat nach vier Jahren Arbeit eine positive Bilanz vorgelegt. Insgesamt seien 19.700 Wohnungen auf den Weg gebracht worden, bei deren Bau es zuvor erhebliche Verzögerungen gab. Das gaben der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Bausenator Christian Gaebler (SPD) bekannt.

Hürden durch Natur- und Artenschutz

Die Kommission wurde vor vier Jahren vom Senat eingesetzt, um Wohnungsbauvorhaben zu beschleunigen und Hindernisse zu beseitigen. Zu den häufigsten Problemen zählten Konflikte mit dem Natur- und Artenschutz, Debatten über Schulbau und Infrastruktur sowie die geplante Mischnutzung von Wohnen und Gewerbe. Ein prominentes Beispiel ist das Projekt Alte Schäferei in Französisch Buchholz mit 2.500 Wohnungen.

Wegner: „Alle Beteiligte müssen zusammenarbeiten“

„Neue Wohnungen entstehen nur, wenn alle Beteiligte eng zusammenarbeiten und Lösungen suchen“, betonte Wegner. Der Senat habe den Wohnungsbau deutlich beschleunigt. Als wichtige Instrumente nannte er die Berliner Bauordnung, das Schneller-Bauen-Gesetz und das Einfacher-Bauen-Gesetz.

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Laut Gaebler rechnet der Senat für den Zeitraum 2022 bis Ende 2026 mit bis zu 80.000 neu gebauten Wohnungen. Das entspreche Wohnraum für mehr als 160.000 Menschen – etwa so viele wie in Heidelberg leben. „Damit liegt Berlin deutlich über dem Durchschnitt anderer Bundesländer“, so Gaebler.

Ziel von 20.000 Wohnungen pro Jahr noch nicht erreicht

Das von der schwarz-roten Koalition propagierte Ziel von 20.000 neuen Wohnungen pro Jahr wurde bisher allerdings noch nie erreicht. Dennoch zeigte man sich optimistisch. Die Kommission werde ihre Arbeit fortsetzen, um weitere Projekte zu entblocken.

Die Kommission setzt sich aus Vertretern der Senatsverwaltungen, der Bezirke, der Wohnungswirtschaft und weiterer Akteure zusammen. Sie tagt regelmäßig, um konkrete Bauvorhaben durchzusprechen und Lösungen für aufgetretene Probleme zu finden. Besonders erfolgreich sei die Arbeit bei der Koordination zwischen verschiedenen Behörden gewesen, sagte Gaebler.

Ein weiterer Erfolg sei die Reduzierung von Planungsverfahren. So habe das Einfacher-Bauen-Gesetz dazu beigetragen, Genehmigungsprozesse zu verkürzen. „Wir wollen nicht nur mehr, sondern auch schneller bauen“, betonte Wegner.

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