Jim Parsons: Erfolg von „The Big Bang Theory“ machte mich unglücklich
Jim Parsons: Erfolg von „The Big Bang Theory“ machte mich unglücklich

Jim Parsons über seine Zeit bei „The Big Bang Theory“

Jim Parsons, 53, bekannt als Sheldon Cooper aus der Kult-Sitcom „The Big Bang Theory“, hat in einem Interview offenbart, dass er seinen großen Erfolg nicht genießen konnte. Im Videopodcast „All Out with Jon Dean“ sagte der Schauspieler: „Wenn ich jetzt zurückblicke, merke ich, dass ich in vielen der schönsten Momente meines Lebens unglücklich war. Ich war nicht glücklich. Ich war gestresst.“

Parsons erklärte, er habe das Gefühl gehabt, „so viele Bälle gleichzeitig in der Luft halten zu müssen, und dass der Erfolg und die schönen Dinge im Leben, die mir widerfuhren, nur dieser Überarbeitung, dieser Disziplin und so weiter zu verdanken waren“. Er räumte ein, dass dies vielleicht sogar ein Stück weit gestimmt habe, zeigte sich aber unsicher.

Zwanghafte Selbstdisziplin und verpasste Lebensmomente

Trotz seines strengen Arbeitsethos und seiner Selbstbeherrschung, die ihm den Durchbruch bescherten, betonte Parsons: „Ich würde das nicht noch einmal tun, für kein Geld der Welt. Einfach weil es zeitweise stressig und elend war. Ich habe mich selbst unglücklich gemacht.“ Er habe zudem „unzählige Momente des Lebens“ verpasst, weil sie nicht in seine selbst geschaffenen Strukturen passten.

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Sein damaliges Verhalten bezeichnete Parsons rückblickend als „zwanghaft“. Er habe eine innere Liste von Aufgaben gehabt, die er abarbeiten musste, um sich wohlzufühlen und seine Arbeit richtig zu erledigen. Ironischerweise leidet seine berühmteste Rolle, Sheldon Cooper, ebenfalls unter Zwängen und Neurosen.

„The Big Bang Theory“ und Parsons‘ Karriere

Die Serie „The Big Bang Theory“ lief von 2007 bis 2019 und zählt zu den erfolgreichsten Sitcoms aller Zeiten. Sie machte Parsons und seine Kollegen Johnny Galecki, Kaley Cuoco, Simon Helberg, Kunal Nayyar, Mayim Bialik und Melissa Rauch zu internationalen Stars. Parsons war auch im Spin-Off „Young Sheldon“ und in Filmen wie „Hidden Figures“ und „The Boys in the Band“ zu sehen. Er gewann zahlreiche Preise, darunter mehrere Emmys und einen Golden Globe.

Der SPIEGEL schrieb 2019 zum Ende der Serie, dass „The Big Bang Theory“ scheinbar von Nerd-Klischees und rasantem Witz lebe, dabei aber einen bitteren Kern habe.

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