Tom Hanks, einer der bekanntesten Schauspieler Hollywoods, feiert am 9. Juli 2026 seinen 70. Geburtstag. Der zweifache Oscar-Preisträger, bekannt aus Filmen wie "Forrest Gump", "Philadelphia" und "Apollo 13", blickt auf eine beispiellose Karriere zurück. Doch Ruhestand kommt für ihn nicht in Frage – stattdessen träumt er von einer Reise ins All.
Vom Niemand zum Weltstar
Thomas J. Hanks wird 1956 im kalifornischen Concord geboren. Bereits mit 18 Jahren schreibt er einen Brief an Regisseur George Roy Hill, nachdem er einen seiner Filme mit Robert Redford gesehen hat. Darin fordert er selbstbewusst: "Ich finde, es sei an der Zeit, dass der renommierte Filmemacher nun mich entdecke – auch wenn ich ein Niemand bin." In dem Brief fügt er hinzu: "Niemand außerhalb der Skyline High School kennt mich. Ich sehe nicht umwerfend aus. Ich bin nicht gebaut wie ein griechischer Gott und kann mir nicht einmal einen Schnurrbart wachsen lassen." Sein Rezept für den Ruhm: "Ich sitze auf einem Barhocker in einem Eiscafé, du kommst rein, bemerkst mich und – BANGO – ich bin ein Star."
So einfach lief es nicht. Hanks studiert Schauspiel an der California State University. Sein Durchbruch kommt 1989 mit dem Film "Big", der ihm eine erste Oscar-Nominierung einbringt. In den 1990er-Jahren spielt er in "Philadelphia" und "Forrest Gump" Rollen, die Filmgeschichte schreiben. 1994 und 1995 gewinnt er jeweils den Oscar als bester Hauptdarsteller. Es folgen weitere Klassiker wie "Apollo 13", "Cast Away – verschollen" und "Sully".
Selbstironie und Authentizität
Über sein Werk schreibt Hanks in seiner Instagram-Biografie selbstironisch: "Ich bin dieser Schauspieler aus einigen Filmen, die du mochtest, und einigen, die du nicht mochtest." Die Rolle in "Philadelphia" würde er heute nicht mehr spielen. "Könnte ein Heterosexueller das, was ich in 'Philadelphia' gemacht habe, heute tun? Nein, und das zu Recht", sagte er im Interview des "New York Times Magazine". Er spielte einen homosexuellen Rechtsanwalt, der an AIDS erkrankt ist. "Ich glaube nicht, dass die Leute die fehlende Authentizität eines Heteros, der einen Schwulen spielt, akzeptieren würden", so Hanks.
Privatleben und Nickerchen-Talent
Seit 1988 ist Hanks mit Schauspiel-Kollegin Rita Wilson verheiratet; das Paar hat zwei Kinder. Anlässlich eines Geburtstags lobte ihn Wilson als einen der klügsten Menschen, die sie kenne, und für seine Fähigkeit, "überall und jederzeit ein Nickerchen machen zu können". Regisseur Marc Forster beschrieb ihn am Filmset als "wie einen Buddha" und sehr meditativ. "Er kommt am Morgen und geht nie weg. Andere Stars verschwinden in ihrem Trailer, er bleibt sitzen. Wenn wir sagen, wir seien nun bereit, ist er schon da, und alles ist perfekt."
Engagement für Veteranen und Politik
Hanks, selbst Sohn eines Soldaten im Zweiten Weltkrieg, engagiert sich mit einer Kaffeemarke für US-Veteranen. Die Nettogewinne gehen vollständig an Organisationen, die ehemalige Soldaten und ihre Familien unterstützen. Er führte auch durch eine 20-teilige Doku-Serie über den Zweiten Weltkrieg, die 2026 erschien. Politisch steht er dem demokratischen Lager nahe. Den Wahlsieg Trumps 2016 hielt er für genauso wahrscheinlich wie dass "Raumschiffe mit Dinosauriern in roten Umhängen landen", sagte er bei "Sky News". 2025 sorgte ein Auftritt bei "Saturday Night Live" für Kritik, bei dem er mit einer roten Trump-Kappe einen einfältigen Fan imitierte.
Traum vom All
Hanks gilt als Raumfahrt-Enthusiast und hat mehrere Dokumentationen zu diesem Thema gedreht. Er sagte, er würde sofort auf den Mond ziehen, "wenn mich meine Frau lässt". Wäre er Teil einer Mondmission, "wäre ich der Typ, der sauber macht, Witze reißt, Geschichten erzählt und alle bei Laune hält", erklärte er dem "Daily Telegraph". In "Apollo 13" spielte er den Astronauten Jim Lovell und schrieb mit dem Satz "Houston, wir haben ein Problem!" Filmgeschichte.



