Streamer Ludwig Ahgren rechtfertigt hohe Gehälter für Cutter
Ludwig Ahgren: Hohe Cutter-Gehälter sind gerechtfertigt

Erst vor wenigen Tagen sorgte der YouTube-Star Ludwig Ahgren (31) für Aufsehen, als er öffentlich machte, mit seinen Kanälen rund eine Million Euro Umsatz pro Monat zu erzielen und seinen Cuttern Hunderttausende Euro pro Jahr zu zahlen. Nun hat der Streamer in einer Gesprächsrunde mit Nachwuchs-Influencern erklärt, warum er diese gewaltigen Summen für gerechtfertigt hält. Seine Kernbotschaft: Viele Creator unterschätzen den enormen Arbeitsaufwand hinter erfolgreichen YouTube-Videos und zahlen ihren Redakteuren viel zu wenig.

Ludwig Ahgren: Hohe Umsätze, hohe Kosten

Der US-Amerikaner, der durch Livestreams auf Twitch und YouTube bekannt wurde, gewährte tiefe Einblicke in seine Geschäftszahlen. Bei einem monatlichen Umsatz von rund einer Million Euro sei es nur logisch, dass auch die Mitarbeiter hinter den Kulissen angemessen entlohnt würden. „Wenn du jemanden willst, der alles macht, dann musst du ihn bezahlen“, sagte Ludwig. Seine Cutter, die für die Postproduktion seiner Videos zuständig sind, verdienen laut eigenen Angaben Hunderttausende Euro pro Jahr. Zusätzlich beteiligt er sie an den Einnahmen der Videos – ein Modell, das er für nachhaltig hält.

Kritik an zu niedrigen Gehältern in der Branche

In der Diskussion mit angehenden Influencern, die im Rahmen der von Kai Cenat (24) gegründeten „Streamer University“ stattfand, übte Ludwig deutliche Kritik an der Bezahlung vieler Creator. Als Beispiel nannte er Cutter, die zwischen 38 und 58 Stunden pro Woche arbeiteten, aber nur 35.000 bis 44.000 Euro Jahresgehalt erhielten. „Du sagst damit: ‚Widme mir dein ganzes Berufsleben, Vollzeit. Ich zahle dir dafür 44.000 Euro im Jahr‘“, erklärte Ludwig und betonte, dass dies ein Missverhältnis sei. Wer erwarte, dass jemand seine gesamte Arbeitszeit einem einzigen Kanal widme, müsse auch entsprechend zahlen.

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Zwei Modelle für faire Bezahlung

Laut Ludwig gibt es zwei Wege, um die Arbeit von Cuttern fair zu vergüten: Entweder mehrere Personen teilen sich die Aufgaben, sodass keiner eine Vollzeitbelastung hat. Oder ein Creator beschäftigt einen Redakteur praktisch in Vollzeit und bezahlt ihn so gut, dass sich der Fokus auf einen einzigen Kanal lohnt. Der Streamer selbst hat sich für die zweite Option entschieden und zahlt seinen Cuttern nicht nur hohe Grundgehälter, sondern auch erfolgsabhängige Boni. „Erfolgreiche Videos entstehen nicht nur vor der Kamera”, so Ludwig. „Wer die besten Leute hinter den Kulissen haben will, muss auch bereit sein, für sie zu zahlen.”

Mit diesen Aussagen will Ludwig ein Umdenken in der Creator-Szene anstoßen. Viele junge Influencer träumten von schnellem Ruhm, unterschätzten aber die Notwendigkeit professioneller Unterstützung. Sein Modell zeigt, dass Investitionen in hochqualifizierte Mitarbeiter langfristig zu besseren Inhalten und höheren Einnahmen führen können.

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