Afrikanischer Fußballverband CAF unterstützt FIFA-Investorenpläne
CAF unterstützt FIFA-Investorenpläne

Der afrikanische Fußball-Dachverband CAF steht den in Europa heftig kritisierten Investoren-Plänen von FIFA-Boss Gianni Infantino offen gegenüber. CAF-Präsident Patrice Motsepe werde in der kommenden Woche eine Sitzung des CAF-Exekutivkomitees einberufen, um unter anderem die vorgeschlagene Initiative „FIFA Forward Enterprise“ zu bewerten, teilte der Verband mit.

CAF ruft Mitgliedsverbände zur Beteiligung auf

Der Kontinentalverband forderte seine 54 Mitgliedsverbände dazu auf, die Pläne zu prüfen „und sich im Einklang mit den Vorschriften und festgelegten Verfahren der CAF und der FIFA am Konsultationsprozess zu beteiligen“. In einer weiteren Mitteilung hieß es: „Die CAF ist entschlossen, den Dialog und die Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedsverbänden, der FIFA, anderen Fußballkonföderationen und Interessengruppen fortzusetzen, um die Bereitstellung finanzieller und anderer Ressourcen für die Entwicklung und das Wachstum des Fußballs in Afrika und weltweit zu fördern.“

FIFA plant Milliarden-Deal durch Rechteverkauf

Die FIFA hatte mitgeteilt, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte – etwa an der Weltmeisterschaft – eine Milliardensumme einspielen zu wollen. Übereinstimmenden Berichten zufolge hat der Weltverband eine Frist für die Zustimmung zum Deal gesetzt und im Gegenzug eine Sonderzahlung versprochen. Dies berichten mehrere britische Medien, die wörtlich aus einem Brief von FIFA-Präsident Infantino zitieren. Der Stichtag für die Zustimmung der weltweit 211 Verbände soll demnach der 19. September sein.

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UEFA übt scharfe Kritik

In Europa gibt es scharfe Kritik am FIFA-Vorhaben. „Damit wird eine Grenze überschritten, die die für den Fußball verantwortlichen Institutionen niemals überschreiten dürften“, hieß es von der Europäischen Fußball-Union UEFA. Die UEFA befürchtet, dass die Pläne die Autonomie der Verbände untergraben und den Fußball zunehmend von Investoreninteressen abhängig machen könnten. Während Europa geschlossen ablehnt, signalisiert Afrika Unterstützung – ein Signal für die wachsende Spaltung im Weltfußball.

Die CAF betonte, man werde den Dialog fortsetzen, um die Entwicklung des Fußballs in Afrika zu fördern. Angesichts der Frist bis zum 19. September wird nun mit Spannung erwartet, ob die afrikanischen Verbände dem Deal zustimmen. © dpa-infocom, dpa:260730-930-458776/1

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