In Peking ist ein Kleinflugzeug mit dem höchsten Gebäude der chinesischen Hauptstadt kollidiert. Der Vorfall ereignete sich am späten Nachmittag am „Citic Tower“ (auch „China Zun“ genannt), der mehr als 100 Stockwerke hoch ist. Details und die Ursache des Zusammenstoßes lagen zunächst nicht vor. Die „New York Times“ verifizierte ein Video, das zeigt, wie Trümmer und offenbar Flugzeugteile am Hochhaus herunterfallen. Menschen bringen sich auf dem Video in Sicherheit. Zum Zeitpunkt des Vorfalls herrschte Feierabendverkehr, die Straßen waren voll mit Autos.
Evakuierung und Augenzeugenberichte
Die Hongkonger „South China Morning Post“ zitiert eine Augenzeugin, die sagte, kurz vor 18 Uhr (Ortszeit) aus dem Gebäude evakuiert worden zu sein. Videos und Fotos zeigen ein Loch, das sich über mehrere Fenster des Wolkenkratzers erstreckt. Ob Menschen zu Schaden gekommen sind, ist unklar. Die Feuerwehr war im Einsatz, Stellungnahmen der Behörden gab es zunächst nicht.
Zensur und Sperrmaßnahmen
Die Polizei riegelte die Straßen um den Wolkenkratzer ab und hinderte Passanten daran, die Szene zu filmen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Beiträge in sozialen Netzwerken wurden schnell gelöscht – offenbar fielen sie der chinesischen Zensur zum Opfer. Auf einigen Fotos ist an den Flugzeugwrackteilen die Registrierungsnummer B-12PP zu erkennen. Online zugängliche Flugdaten deuten auf ein in China hergestelltes Leichtsportflugzeug vom Typ Sunward SA 60L Aurora hin.
Flugverbotszone über Peking
Über Peking gilt für gewöhnlich eine Flugverbotszone. Die Behörden überwachen den Luftraum äußerst streng und hatten erst zuletzt die Regelungen für das Fliegen von Drohnen und den Besitz nachgeschärft. Für Flüge wird eine Genehmigung benötigt. Die Hintergründe des Vorfalls bleiben unklar, die Ermittlungen dauern an.



