Bärenalarm in Japan: Schulen in Utsunomiya geschlossen
Bärenalarm: Schulen in Utsunomiya geschlossen

In der japanischen Stadt Utsunomiya, nördlich von Tokio, haben am Montag überraschend alle Schülerinnen und Schüler der 94 städtischen Grund- und Mittelschulen unterrichtsfrei bekommen. Grund dafür sind mehrere Bärensichtungen im Stadtgebiet. Allein am Samstag wurden zehn Vorfälle gemeldet, darunter in einem Einkaufszentrum sowie in der Nähe einer Grund- und einer Mittelschule. Am Montagmorgen gab es erneut eine Sichtung nahe eines Großmarkts. Die Behörden sind alarmiert: Dutzende Jäger, Polizisten und weitere Einsatzkräfte sind auf der Suche nach dem oder den Tieren. Die Bewohner wurden aufgefordert, möglichst nicht ins Freie zu gehen. Noch ist unklar, ob es sich um einen oder mehrere Bären handelt.

Zunehmende Bärenangriffe in Japan

In Japan nehmen Bärensichtungen und -angriffe seit einigen Jahren stetig zu – auch in städtischen Gebieten. Im vergangenen Jahr wurden offiziell 13 Menschen von Bären getötet. Zwischen April 2025 und Ende März 2026 wurden landesweit mehr als 50.000 Sichtungen registriert. Die Behörden stehen vor der Herausforderung, die wachsende Population zu managen und die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Experten führen die Zunahme auf mehrere Faktoren zurück: den Rückgang der natürlichen Lebensräume, eine steigende Bärenpopulation und veränderte Nahrungsquellen.

Reaktion der Behörden

Die Stadtverwaltung von Utsunomiya hat einen Krisenstab eingerichtet. Die Einsatzkräfte konzentrieren sich auf die Gebiete, in denen die Sichtungen gemeldet wurden. Es wurden Warnschilder aufgestellt und Durchsagen gemacht. Die Bevölkerung wird gebeten, Ruhe zu bewahren und verdächtige Beobachtungen sofort zu melden. Die Schulen bleiben vorerst geschlossen, bis die Gefahr gebannt ist. In den sozialen Medien kursieren Bilder und Videos, die die Bären zeigen sollen, jedoch ist deren Echtheit nicht bestätigt.

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Ähnliche Vorfälle gab es zuletzt in der Präfektur Fukushima, wo ein streunender Bär auf einem Fabrikgelände Menschen angriff. Die Behörden appellieren an die Bürger, keine Essensreste offen liegen zu lassen und Mülltonnen sicher zu verschließen, um Bären nicht anzulocken. In ländlichen Gebieten werden zudem Bärenfallen aufgestellt. Die Lage in Utsunomiya bleibt angespannt, und die Suche wird fortgesetzt.

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