Kanada wird im kommenden Jahr am Eurovision Song Contest (ESC) teilnehmen. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) und ihr neuestes Mitglied CBC/Radio-Canada, Kanadas öffentlich-rechtlicher Rundfunk, gaben die Premiere am Mittwoch in Genf bekannt. Kanada ist das erste neue Teilnehmerland seit Australien 2015.
Warum Kanada am ESC teilnehmen kann
Der ESC ist zwar ein europäischer Wettbewerb, doch auch außereuropäische Länder können mitmachen, wenn ihr öffentlich-rechtlicher Rundfunk Vollmitglied der EBU ist. In der vergangenen Woche hatte die EBU bestätigt, dass CBC/Radio-Canada diesen Status erhalten hat. Damit ist der Weg für Kanadas Teilnahme frei.
ESC-Direktor Martin Green erklärte: „Auch wenn der Wettbewerb in Europa geboren wurde, heißt er weiterhin die ganze Welt willkommen.“ Die Teilnahme Kanadas ermögliche es, „kanadisches Talent auf einer der berühmtesten Musikbühnen der Welt zu präsentieren“, ergänzte CBC/Radio-Canada-Chefin Marie-Philippe Bouchard.
ESC 2027 findet in Bulgarien statt
Der ESC 2027 wird in Bulgarien ausgetragen. Grund dafür ist der Sieg der bulgarischen Sängerin Dara mit dem Song „Bangaranga“ beim diesjährigen ESC in Wien. Bulgarien richtet den Wettbewerb damit zum ersten Mal aus.
Kanada ist nicht das erste außereuropäische Land beim ESC. Bereits jetzt nehmen Aserbaidschan, Armenien, Georgien, Israel und Australien teil – allesamt Länder, deren Rundfunkanstalten Mitglied der EBU sind. Mit Kanada kommt nun ein weiteres Land hinzu, das geografisch außerhalb Europas liegt.
Bedeutung für den ESC
Die Aufnahme Kanadas wertet den ESC international weiter auf. Der Wettbewerb, der seit 1956 ausgetragen wird, hat sich längst zu einem globalen Musikereignis entwickelt. Mit Kanada als Teilnehmerland erhofft sich die EBU neue Impulse und eine noch größere Reichweite.



