Parteiausschluss nach Korruptionsermittlungen
Die Kommunistische Partei Chinas hat ein Mitglied ihres mächtigen Politbüros ausgeschlossen. Ma Xingrui, bis 2025 Parteichef in der Region Xinjiang, sei nach umfangreichen Ermittlungen wegen Korruption aus der Partei entfernt worden, berichteten chinesische Staatsmedien am Dienstag. Dem 66-Jährigen werden zahlreiche Verstöße vorgeworfen, darunter die Annahme von Geld und Sachgeschenken sowie „Macht gegen Sex“- und „Macht gegen Geld“-Geschäfte.
Dritter Sturz im Politbüro unter Xi Jinping
Ma Xingrui ist das dritte Mitglied des für die Jahre 2022 bis 2027 gewählten Politbüros, das im Rahmen der Anti-Korruptionskampagne von Staats- und Parteichef Xi Jinping gestürzt wurde. Die beiden anderen Betroffenen sind Militärgeneräle. Staatsmedien bezeichnen Ma bereits als „früheres Mitglied“ des Führungsgremiums.
Karriere: Von der Raumfahrt zur Regionalführung
Ma Xingrui war ursprünglich Ingenieur in der Raumfahrtindustrie, bevor er in die Verwaltung wechselte. Er bekleidete das Amt des Gouverneurs der südchinesischen Provinz Guangdong, einem der wichtigsten Industriezentren Chinas an der Grenze zu Hongkong. 2025 endete seine Tätigkeit als Parteichef in Xinjiang, einer Region, die international wegen Menschenrechtsverletzungen kritisiert wird.
Die Anti-Korruptionskampagne Xi Jinpings hat seit ihrem Beginn zahlreiche hohe Funktionäre zu Fall gebracht. Mit Ma Xingrui ist nun ein weiteres hochrangiges Mitglied der Parteispitze betroffen. Die genauen Details der Ermittlungen wurden von den Behörden nicht veröffentlicht. Die Staatsmedien betonten jedoch, dass die Verstöße schwerwiegend seien und die Partei keine Toleranz gegenüber Korruption zeige.



