Mittelmeer so warm wie selten: Rekordtemperaturen zum Ferienstart
Mittelmeer so warm wie selten zu Ferienstart

Die Sommerferien in Deutschland haben begonnen, und das Mittelmeer präsentiert sich vielerorts so warm wie selten. Auf Mallorca, Ibiza, Griechenland und weiteren Urlaubsregionen sind die Wassertemperaturen extrem hoch. Laut Karsten Brandt von donnerwetter.de liegt dies an einer anhaltenden Hitzewelle und geringer Durchmischung des Wassers.

Rekordtemperaturen an beliebten Urlaubszielen

An vielen Stränden der Balearen, der griechischen Inseln und der türkischen Küste werden Werte gemessen, die sonst erst im August üblich sind. Die Oberflächentemperatur des Wassers beträgt stellenweise über 28 Grad Celsius – das ist mehrere Grad wärmer als der langjährige Durchschnitt für diese Jahreszeit.

Besonders betroffen sind flache Buchten und Küstenabschnitte, die wenig Strömung aufweisen. Dort kann das Wasser lokal sogar über 30 Grad Celsius erreichen. Für Badeurlauber bedeutet dies ein fast schon ungewöhnlich warmes Badeerlebnis, das eher an eine Badewanne als an das offene Meer erinnert.

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Ursachen für die außergewöhnliche Wärme

Karsten Brandt erklärte gegenüber BILD: „Die Kombination aus langanhaltender Sonneneinstrahlung, hohen Lufttemperaturen und fehlenden Stürmen führt dazu, dass sich das Wasser extrem aufheizt. Normalerweise sorgen Wind und Wellen für eine Durchmischung, die die Wärme verteilt, aber in diesem Jahr bleibt die Wärme in den oberen Schichten.“

Hinzu kommt, dass bereits der Frühling überdurchschnittlich warm war, sodass das Mittelmeer mit einer höheren Ausgangstemperatur in den Sommer startete. Dies verstärkt den Effekt der sommerlichen Einstrahlung.

Auswirkungen auf Tourismus und Umwelt

Für die Tourismusbranche sind die warmen Wassertemperaturen grundsätzlich ein Plus, da sie Badeurlauber anziehen. Allerdings gibt es auch negative Folgen: Algenblüten treten vermehrt auf, und Quallen fühlen sich in warmem Wasser besonders wohl. In einigen Regionen wurde bereits vor vermehrten Quallensichtungen gewarnt.

Zudem leiden empfindliche Meeresökosysteme wie Seegraswiesen unter der Hitze. Die langfristige Erwärmung des Mittelmeers ist ein bekanntes Phänomen, das mit dem Klimawandel zusammenhängt. Wissenschaftler beobachten seit Jahren einen Anstieg der Durchschnittstemperatur des Mittelmeers um etwa 0,4 Grad pro Jahrzehnt.

Wetteraussichten: Bleibt es so warm?

Die Prognosen für die kommenden Wochen deuten auf eine Fortsetzung der warmen Witterung hin. Ein signifikanter Temperatursturz ist nicht in Sicht. Urlauber können sich also weiterhin auf badewannenartige Bedingungen freuen, sollten aber auch auf mögliche Warnungen vor Hitze und Quallen achten.

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