Wellington: Elf Meter hohe Wellen lösen Notstand aus
Wellington: Elf-Meter-Wellen lösen Notstand aus

Die neuseeländische Hauptstadt Wellington kämpft gegen eine der schwersten Sturmfluten seit Jahren. Am Dienstag mussten hunderte Bewohner ihre Häuser an der Küste verlassen, nachdem im Hafen Wellen von elf Metern Höhe gemessen wurden. Bürgermeister Andrew Little rief für die südlichen Küstenvororte Owhiro Bay, Island Bay, Houghton Bay und Breaker Bay den Notstand aus und machte unmissverständlich klar: Wer bleibe, dem werde nicht geholfen.

Polizei sperrt Küstenregion und warnt Anwohner

Bürgermeister Little räumte gegenüber dem Sender RNZ ein, die Entscheidung sei nicht leicht gefallen: „Es ist immer eine schwierige Entscheidung, denn man möchte weder in die Falle tappen, unnötig Alarm zu schlagen, noch so vorsichtig sein, dass am Ende nichts passiert und die Menschen den Notstandserklärungen keine Bedeutung mehr beimessen“, so der Bürgermeister. Am Dienstagmorgen trat eine Evakuierungsanordnung in Kraft. Die Polizei beaufsichtigte die Evakuierungsaktion und richtete Straßensperren ein, um zu verhindern, dass Menschen an die Küste fahren. Wie der Sender berichtet, dürfen die Bewohner der Küstenregion inzwischen wieder nach Hause zurückkehren, werden aber gewarnt, die nächste Flut im Auge zu behalten.

Windböen bis zu 129 km/h – zwei Frauen auf Straße umgerissen

Im Hafen von Wellington wurden nach Angaben des neuseeländischen Wetterdienstes am Dienstag elf Meter hohe Wellen registriert. Bei einem Sturm im Jahr 2021 mit 6,5 Meter hohen Wellen waren nach Angaben der Behörden viele Häuser in Breaker Bay überschwemmt worden. Eine Bewohnerin von Breaker Bay, die anonym bleiben wollte, sagte gegenüber dem Sender RNZ: „Es war wirklich beängstigend, ich habe mir große Sorgen gemacht.“ In Island Bay war der Wind am Dienstag so stark, dass zwei Frauen auf einer überschwemmten Straße umgerissen wurden, wie ein AFP-Journalist berichtete. Am Flughafen von Wellington, wo Windböen von bis zu 128 Stundenkilometern gemessen wurden, wurden mehrere Flüge gestrichen. Ein parkendes Kleinflugzeug ohne Menschen an Bord wurde umgeweht.

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