Einbürgerungen in Deutschland erreichen 2025 neuen Rekord
Einbürgerungen erreichen 2025 neuen Rekord

Die Zahl der Einbürgerungen in Deutschland hat im Jahr 2025 einen neuen Höchststand erreicht. Laut vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes erwarben rund 332.500 Ausländerinnen und Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit – ein Anstieg von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit steigt die Zahl der Einbürgerungen bereits im fünften Jahr in Folge. Seit der Einführung der Statistik im Jahr 2000 wurden noch nie mehr als 300.000 Personen innerhalb eines Jahres eingebürgert.

Herkunftsländer im Überblick

Die größte Gruppe unter den Eingebürgerten bildeten mit rund 65.600 Personen die Syrerinnen und Syrer, was einem Anteil von 20 Prozent entspricht. Allerdings sank die Zahl der eingebürgerten Syrer im Vergleich zu 2024 um 21 Prozent. Auf dem zweiten Platz folgen Türkinnen und Türken mit einem Anteil von zehn Prozent, gefolgt von Russinnen und Russen mit sechs Prozent. Bei beiden Nationalitäten stieg die Zahl der Einbürgerungen um mehr als die Hälfte gegenüber dem Vorjahr.

Starke Zuwächse bei weiteren Nationen

Besonders deutliche Steigerungen verzeichneten die Statistiker bei Einbürgerungen von bosnischen Staatsangehörigen (plus 126 Prozent auf 8.800), US-Amerikanern (plus 100 Prozent auf 6.600) und albanischen Staatsangehörigen (plus 97 Prozent auf 6.100).

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Durchschnittliche Aufenthaltsdauer

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer bis zur Einbürgerung betrug 12,4 Jahre. Syrer waren im Schnitt 7,9 Jahre in Deutschland, bevor sie eingebürgert wurden, während Türken im Durchschnitt 24,1 Jahre im Land lebten.

Anträge und Verfahren

Insgesamt wurden für 2025 rund 467.400 Einbürgerungsanträge erfasst. Von den 371.100 abgeschlossenen Verfahren endeten etwa 90 Prozent mit einer Einbürgerung. Drei Prozent der Anträge wurden abgelehnt, die übrigen Fälle endeten durch Rückzug oder Fortzug ins Ausland.

Politische Debatte

Die Grundtendenz der Einbürgerungszahlen war bereits Ende Mai bekannt geworden. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm, forderte daraufhin Rechtsverschärfungen. Aus der SPD wurde der Anstieg hingegen als positives Signal gewertet, da mehr Menschen Deutsche würden, die alle Voraussetzungen erfüllen. Die ehemalige Ampel-Koalition hatte das Staatsangehörigkeitsrecht reformiert, was Ende Juni 2024 in Kraft trat. Seither ist die doppelte Staatsbürgerschaft grundsätzlich erlaubt, und die erforderliche Aufenthaltsdauer wurde von acht auf fünf Jahre gesenkt. Die Turbo-Einbürgerung nach drei Jahren wurde jedoch von der schwarz-roten Bundesregierung wieder abgeschafft.

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