Rekordzahl: 6.729 Menschen in Hamburg fanden 2025 eigene Wohnung
Rekord: 6.729 Hamburger fanden 2025 eigene Wohnung

In Hamburg haben es im vergangenen Jahr so viele Menschen aus einer öffentlichen Unterbringung in eine eigene Wohnung geschafft wie seit Jahren nicht mehr. Laut der Sozialbehörde waren es 6.729 Menschen, die den Schritt in die eigenen vier Wände vollzogen. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 gelang dies 6.003 Menschen, 2023 sogar nur 3.719.

Deutlicher Rückgang der Belegungszahlen

Gleichzeitig nahm die Zahl der Menschen in öffentlicher Unterbringung ab. Mit 40.200 Personen lebten dort rund 4.000 weniger als ein Jahr zuvor. Dies gab die Behörde in ihrem aktuellen Lagebericht bekannt, über den zuerst der NDR berichtete.

„Genau das ist unser Ziel“, sagte Wolfgang Arnhold, Sprecher der Sozialbehörde, der Deutschen Presse-Agentur. „Die öffentlich-rechtliche Unterbringung schützt Menschen in einer akuten Notlage. Gleichzeitig arbeiten wir daran, ihnen wieder eine Perspektive im regulären Wohnungsmarkt zu eröffnen.“

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Asyl- und Schutzsuchende dominieren die Statistik

Laut dem monatlichen Lagebild zu Flüchtlingen handelte es sich beim Gros der Menschen in öffentlich-rechtlicher Unterbringung im Juni um Asylsuchende sowie Schutzsuchende aus der Ukraine. Insgesamt waren das mehr als 35.200 Menschen. Die Erstaufnahmeeinrichtungen wurden in diese Zahl nicht einbezogen. Lediglich 3.607 Menschen wurden der Gruppe der Wohnungslosen zugeordnet.

Die positive Entwicklung bei den Vermittlungen in eigene Wohnungen ist Teil eines langfristigen Trends. Die Behörde betont, dass die Integration in den regulären Wohnungsmarkt eine der wichtigsten Aufgaben sei, um den Menschen eine dauerhafte Perspektive zu geben.

Herausforderungen in der Wohnungspolitik

Trotz der Erfolge bleibt die Lage auf dem Hamburger Wohnungsmarkt angespannt. Der Druck auf bezahlbaren Wohnraum ist hoch, und die Zahl der Menschen in öffentlicher Unterbringung liegt mit 40.200 weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Behörde arbeitet daran, durch gezielte Programme die Vermittlung zu beschleunigen und mehr Wohnungen für Bedürftige zu schaffen.

Der Sprecher der Sozialbehörde, Wolfgang Arnhold, unterstrich, dass die öffentliche Hand hier eine zentrale Rolle spiele: „Wir müssen die Brücke bauen zwischen Notunterkunft und eigener Wohnung. Die Statistik zeigt, dass dies möglich ist, aber wir dürfen nicht nachlassen.“

Insgesamt bleibt Hamburg ein Anziehungspunkt für Schutzsuchende, was die städtischen Ressourcen weiter fordert. Die Behörde will die Zahl der in eigenen Wohnungen lebenden Menschen weiter erhöhen und die Abhängigkeit von öffentlicher Unterbringung reduzieren.

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