Die geplante Rückkehr von Prinz Harry in den Buckingham-Palast ist geplatzt. Der 41-Jährige reist zwar in dieser Woche nach London, wird aber entgegen früheren Ankündigungen nicht in der königlichen Residenz übernachten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat er eine Frist für die Annahme des Angebots verstreichen lassen, weshalb ein Aufenthalt nicht mehr möglich sei.
Widersprüchliche Angaben und Enttäuschung
Am frühen Morgen hatte das Team von Prinz Harry laut Medienberichten noch verkündet, der Prinz habe ein Angebot des Königshauses angenommen und werde im Buckingham-Palast wohnen. Wenig später dementierte der Palast dies jedoch. Ein Sprecher von Harry bezeichnete den Vorgang der BBC zufolge als „enttäuschend“. Es sei „unklar, warum das Unterkunftsangebot, nachdem es formell angenommen worden war, nun im letzten Moment zurückgezogen wurde“, so der Sprecher.
Hintergrund: Bespitzelungsprozess und Sicherheitsbedenken
Berichten zufolge spielt die bevorstehende Entscheidung im Bespitzelungsprozess gegen den Verlag der „Daily Mail“ am Dienstag eine Rolle. Harry und andere Prominente werfen den Reportern illegale Recherchemethoden vor. Zudem gibt es einen anhaltenden Streit über den Polizeischutz für den Prinzen und seine Familie in Großbritannien.
Bereits im Juni war Harry und seiner Familie von König Charles III. angeboten worden, während des Aufenthalts in einer royalen Residenz zu wohnen. Ursprünglich plante der Prinz, auch seine Frau Meghan (44) und die beiden Kinder Archie (7) und Lilibet (5) mitzunehmen. Dies ist jedoch aufgrund von Sicherheitsbedenken vom Tisch. Unklar ist laut BBC, ob die Familie später während des fünftägigen Trips nachkommt.
Anlass des Besuchs und Hintergrund der Entfremdung
Anlass von Harrys Reise sind mehrere Termine, darunter Feierlichkeiten rund um die von ihm gegründeten Invictus Games für kriegsversehrte Veteranen. Harry und Meghan hatten sich 2020 von ihren royalen Pflichten losgesagt und leben in Kalifornien. Das Verhältnis zur Königsfamilie gilt als zerrüttet, obwohl Harry im vergangenen Jahr den Wunsch nach einer Aussöhnung äußerte.
Bei früheren Besuchen hatte Harry es abgelehnt, im Buckingham-Palast zu wohnen. In den vergangenen Jahren betonte er immer wieder, seine Familie aus Sicherheitsgründen nicht nach Großbritannien bringen zu wollen.



