Geldpolitik: Britische Notenbank lässt Leitzins unverändert bei 3,75 Prozent
Nach dem vorläufigen Friedensschluss im Irankonflikt legt die Bank of England eine Zinspause ein. Eine wirtschaftliche Erholung will ihr Chef aber nicht prognostizieren. Investoren schwenken um.
Torsten Riecke 18.06.2026 - 15:08 Uhr aktualisiert
London. Die Bank of England (BoE) hat die Leitzinsen in Großbritannien am Donnerstag unverändert bei 3,75 Prozent belassen. Die britischen Notenbanker folgen damit dem Beispiel der Federal Reserve (Fed) in den USA, die am Mittwoch ebenfalls eine Zinspause eingelegt hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte dagegen ihre Leitzinsen vergangene Woche erstmals seit fast drei Jahren um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent angehoben.
Die Entscheidung des geldpolitischen Ausschusses der britischen Notenbank fiel mit einer Mehrheit von sieben zu zwei Stimmen. Für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt stimmten zwei Zentralbanker, darunter der BoE-Chefökonom Huw Pill.
Die Investoren an den Finanzmärkten hatten eine Zinspause erwartet, entsprechend fielen die Marktreaktionen auf die Entscheidung der BoE moderat aus. Aktien, Anleihen und auch der Wechselkurs des britischen Pfundes notierten leicht schwächer.
Preisschub verliert an Kraft
Das geldpolitische Umfeld hatte sich zuletzt stark verändert. „In den vergangenen Tagen ist ein deutlicher Rückgang der Energiepreise zu verzeichnen, was auf Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen ist“, sagte Notenbank-Gouverneur Andrew Bailey.



