Ein Flug der Billigfluggesellschaft Easyjet von Teneriffa nach Liverpool ist am Dienstagabend wegen einer Schlägerei zwischen rund zehn Passagieren zur Umkehr gezwungen worden. Der Pilot entschied sich etwa 30 Minuten nach dem Start zur Rückkehr zum Flughafen Teneriffa Süd, da die Sicherheit an Bord gefährdet war. Die spanische Fluglotsenvereinigung teilte auf X mit, dass die Besatzung den Tower über die notwendige Rückkehr informierte und um Polizeipräsenz bei der Landung bat.
Rückkehr ohne weitere Zwischenfälle
Die Lotsen beschleunigten die Rückkehr der Maschine und koordinierten den Polizeieinsatz. Das Flugzeug mit 186 Passagieren an Bord landete den Angaben zufolge ohne weitere Zwischenfälle und verließ die Landebahn regulär. Die Polizei erwartete die Maschine nach der Landung, um wegen der Auseinandersetzung an Bord einzuschreiten. Weitere Angaben zu möglichen Festnahmen oder Verletzten wurden zunächst nicht bekannt. Auch der Auslöser der Schlägerei blieb unklar.
Easyjet: Null Toleranz gegenüber aggressivem Verhalten
Ein Easyjet-Sprecher bestätigte den Vorfall auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa und betonte: „Wir nehmen derartige Vorfälle sehr ernst und tolerieren kein störendes oder aggressives Verhalten gegenüber unseren Mitarbeitenden.“ Die Crews der Airline seien darauf geschult, jede Situation zu beurteilen und schnell und angemessen zu handeln, damit die Sicherheit des Fluges und der Fluggäste jederzeit gewährleistet bleibe. Nach dem Vorfall startete die Maschine erneut nach Liverpool.
Hohe Kosten für Unruhestifter möglich
Für die Verantwortlichen der Schlägerei könnte die Angelegenheit teuer werden. Ist eine Zwischenlandung nötig, kann die Airline den verantwortlichen Passagier für die anfallenden Kosten in Regress nehmen, erklärte Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, im Juli 2025 gegenüber t-online nach einem ähnlichen Vorfall. In schwerwiegenden Fällen könne der Kapitän sich veranlasst sehen, zwischenzulanden und den Passagier von Bord führen zu lassen. Der Passagier müsse dann damit rechnen, für alle anfallenden Kosten in Regress genommen zu werden – das könne schnell in den fünfstelligen Euro-Bereich gehen, insbesondere wenn die Crew-Dienstzeit überschritten wird oder Flughäfen aufgrund von Betriebszeiten schließen und zusätzliche Übernachtungskosten für alle übrigen Passagiere anfallen.



