In der Nacht zum 18. Juli 2026 hat Russland einen massiven Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew durchgeführt. Dutzende Explosionen waren im Zentrum der Dreimillionenstadt zu hören, teils von Flugabwehrraketen, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko informierte über Einschläge und Schäden in mindestens vier Stadtteilen; es sei zu Bränden gekommen. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden mehr als zwei Dutzend ballistische Raketen auf Ziele in und nahe der Hauptstadt abgefeuert.
Tote nach russischen Bombenangriffen auf Kramatorsk
Bei russischen Bombenangriffen auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk sind mindestens zwei Menschen getötet und ein weiterer verletzt worden, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit. Die russische Luftwaffe habe drei Gleitbomben abgeworfen. Filaschkin forderte die verbliebenen Einwohner erneut zur Flucht aus den frontnahen Gebieten auf. Kramatorsk liegt nur etwas mehr als zwölf Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Frachter bei russischem Raketenangriff auf Odessa beschädigt
Bei russischen Raketenangriffen auf das südukrainische Gebiet Odessa ist ein Frachtschiff beschädigt worden. Vier Mitglieder der 17-köpfigen Besatzung wurden verletzt, teilte der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Das Schiff fuhr unter der Flagge der Marshallinseln. Zuvor sei auch „industrielle Infrastruktur“ angegriffen worden, dabei wurden ein Verwaltungs- und ein Lagergebäude sowie mehr als ein Dutzend Autos beschädigt. Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge wurden zwei Häfen in der Region Odessa angegriffen: der Hafen „Piwdennyj“ galt einem Frachter mit Gütern für die ukrainische Armee, im Hafen Odessa selbst waren Treibstofftanks das Ziel. Zusätzlich seien vier Frachtschiffe im Hafen Mykolajiw angegriffen worden, was von ukrainischer Seite nicht bestätigt wurde.
Ukrainische Drohnentruppen: Moskau verlegt Einheiten von der Front
Die ukrainischen Drohnentruppen haben nach eigenen Angaben 13 weitere russische Schiffe getroffen, womit die Gesamtzahl der im Schwarzen und Asowschen Meer beschossenen Schiffe auf 172 steigt, teilte der Chef der Drohnentruppen, Robert Browdi, in sozialen Netzwerken mit. In der Nacht zum Samstag seien acht Frachter, ein Tanker, ein Gastransportschiff, ein Schlepper und zwei Schwimmkräne getroffen worden. Von unabhängiger Seite waren die Angaben nicht überprüfbar. Die Ukraine will mit diesen Gegenangriffen die militärische Logistik Russlands stören. Laut Browdi führt die „Flottenjagd“ dazu, dass Moskau seine Drohneneinheiten der sogenannten Rubikon-Truppen teils von der Front abzieht, um den Schiffsverkehr besser zu schützen. Dies schwäche den Gegner an der Front, betonte er. Er kündigte an, die Operation gegen russische Schiffe bis in die erste Augusthälfte fortzusetzen.
Selenskyj: Zwei wichtige Logistikzentren in Russland attackiert
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben zwei wichtige Logistikzentren in den russischen Regionen Moskau und Tambow sowie eine Ölanlage angegriffen. Die Logistikzentren seien für die Lieferung sanktionierter Bauteile für die Drohnenproduktion und Navigationsgeräte genutzt worden, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram mit. Zudem hätten ukrainische Angriffe Ziele im Asowschen und im Schwarzen Meer getroffen. Russischen Angaben zufolge wurde bei den Drohnenangriffen ein Lagerhaus des größten russischen Online-Händlers Wildberries in der Stadt Kotowsk in der südlichen Region Tambow getroffen, wobei sieben Mitarbeiter der Nachtschicht getötet wurden.
Ein Todesopfer bei russischem Angriff auf Hafen von Odessa
Bei einem russischen Angriff auf den Hafen der ukrainischen Schwarzmeer-Stadt Odessa ist nach Behördenangaben ein Mensch getötet und drei weitere wurden verletzt, teilte Regionalgouverneur Oleh Kiper auf Telegram mit. Ein Schiff unter der Flagge von Antigua und Barbuda wurde getroffen. Hafeneinrichtungen wie Gebäude, Lagertanks und Lagerhäuser wurden beschädigt.
Russland: Sieben Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf Russland sind in der südlichen Region Tambow nach Angaben der Behörden mindestens sieben Menschen getötet und 25 weitere verletzt worden. Ein Lagergebäude des größten russischen Online-Händlers Wildberries in der Stadt Kotowsk sei getroffen worden, teilt Gouverneur Jewgeni Perwyschow auf Telegram mit. Bei den Opfern handele es sich um Mitarbeiter der Nachtschicht. Die Luftabwehr habe 28 Drohnen beim Anflug abgeschossen. In der Region Moskau lösten Trümmer abgeschossener Drohnen einen Brand in einem Öllager in Noginsk aus, wie Gouverneur Andrei Worobjow mitteilt. In der Stadt seien zwei Menschen verletzt und eine nahe gelegene Geburtsklinik evakuiert worden.
Ukrainische Gegenangriffe: Tote und Verletzte in Russland
Bei ukrainischen Drohnenangriffen in Russland sind nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Im Gebiet Tambow starben sieben Menschen, es gebe auch 25 Verletzte, teilte Gouverneur Jewgeni Perwyschow bei Telegram mit. Bei den Opfern handele es sich um Mitarbeiter eines Verteilzentrums des russischen Online-Versandhändlers Wildberries. Die getroffene Stadt Kotowsk liegt rund 500 Autokilometer südöstlich von Moskau entfernt. Auch im Moskauer Gebiet sei ein Lager von Wildberries getroffen worden, teilte das Unternehmen mit. In der Stadt Elektrostal – rund 50 Kilometer östlich von Moskau – seien 24 Menschen verletzt worden, einige davon schwer, teilte Gouverneur Andrej Worobjow mit. In dem Gebiet um die Hauptstadt sei außerdem in der Stadt Noginsk auf dem Gelände eines Öldepots ein Brand ausgebrochen.



