Bei einem israelischen Luftangriff auf eine Trauergemeinde im zentralen Gazastreifen sind nach Angaben palästinensischer Gesundheitsbehörden mindestens acht Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Die Trauernden hatten sich zur Beerdigung einer Person versammelt, die bei einem früheren israelischen Angriff am selben Tag getötet worden war.
Hamas verurteilt Angriff als „brutales Massaker“
Die radikal-islamische Hamas verurteilte den Angriff als „brutales Massaker“. Die israelische Armee teilte mit, sie habe eine „Terrorzelle der Terrororganisation Islamischer Dschihad im Zentrum des Gazastreifens“ angegriffen. Man kenne Vorwürfe, wonach Unbeteiligte getroffen worden seien, und der Angriff werde untersucht, erklärte die Armee. Auf der Plattform X waren Aufnahmen von blutüberströmten Leichen zu sehen, die über die Straße verstreut lagen.
Weitere Todesfälle am selben Tag
Die Gesamtzahl der an diesem Tag getöteten Palästinenser stieg damit auf mindestens 13. Weitere 37 Menschen seien allein am heutigen Tag bei israelischen Angriffen verletzt worden. Nach palästinensischen Angaben wurde ein 49-jähriger Mann südwestlich von Chan Junis durch Schüsse des israelischen Militärs getötet. Ein 52 Jahre alter Mann kam ums Leben, als eine israelische Quadrokopter-Drohne in der Nähe einer Schule im nördlichen Gazastreifen eine Bombe abwarf.
Tägliche Angriffe trotz Waffenruhe
Trotz einer im Oktober vereinbarten Waffenruhe, die die schweren Kämpfe beendet hat, kommt es im Gazastreifen fast täglich zu israelischen Angriffen. Am Donnerstag soll dabei in Chan Junis auch ein hochrangiger Hamas-Mitarbeiter getötet worden sein, wie die Zeitung „The Times of Israel“ berichtete. Seit Unterzeichnung der Waffenruhe sind demnach mehr als 1100 Palästinenser im Gazastreifen getötet worden.



