Ein tragisches Unglück erschüttert das Seebad Biarritz im Südwesten Frankreichs: Am Mittwochabend brach ein großes Stück der Steilküste unterhalb des Leuchtturms ab und begrub drei Taucher unter sich. Eine Frau kam ums Leben, ein Mann wird noch vermisst.
Felssturz am Abend: 2000 Quadratmeter stürzen ins Meer
Wie die Stadt Biarritz in den sozialen Medien mitteilte, ereignete sich die Katastrophe am Mittwoch, den 25. Juni 2026, gegen 20.20 Uhr. Am nahegelegenen Strand suchten zu dieser Zeit zahlreiche Menschen Abkühlung im Golf von Biskaya. Direkt unter der Steilküste tauchten zwei Männer und eine Frau. Nach Angaben französischer Medien lösten sich plötzlich rund 2000 Quadratmeter Fels und stürzten in das Wasser. Die Trümmer trafen die drei Taucher, die aus der Region stammen sollen.
Rettungseinsatz: Eine Tote, ein Vermisster, ein Überlebender
Einem der Taucher gelang es, sich unverletzt zu retten. Die sofort alarmierten Rettungskräfte suchten im Wasser nach den beiden anderen Personen. Nach drei Stunden wurde die Frau leblos aus dem Wasser geborgen. Der dritte Taucher blieb zunächst verschwunden. Die Suche wurde in der Nacht abgebrochen und am Donnerstag fortgesetzt. Allerdings wollen die Behörden vorher die Stabilität der Klippe prüfen, um weitere Felsabgänge zu verhindern. Der gesamte Bereich wurde weiträumig abgesperrt. Eine Augenzeugin berichtete der Nachrichtenagentur AFP: „Wir saßen oft an der Stelle, wo der Fels herabgestürzt ist, und haben dort den Sonnenuntergang genossen. Niemals hätten wir gedacht, dass die Klippe einstürzen könnte.“
Ursache noch unklar – Ermittlungen laufen
Warum die Steilküste plötzlich nachgab, ist noch unklar. Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen, um die genaue Ursache des Felssturzes zu klären. Die Region um Biarritz ist für ihre Steilküsten bekannt, die jedoch durch Erosion und Witterungseinflüsse immer wieder gefährdet sind. Das Unglück hat die Stadt in Trauer versetzt und wirft Fragen zur Sicherheit solcher beliebten Küstenabschnitte auf.



