United-Airlines-Flug nach Mallorca wegen Bluetooth-Bombenalarm abgebrochen
Bluetooth-Bombenalarm: United-Flug nach Mallorca abgebrochen

Ein Flug der United Airlines von Newark nach Palma de Mallorca endete am Samstag abrupt, als ein 16-jähriger Passagier einen Bombenalarm auslöste – und zwar mit einem Bluetooth-Lautsprecher. Die Boeing 747 war rund anderthalb Stunden unterwegs, als die Besatzung über die Lautsprecheranlage alle Passagiere aufforderte, die Bluetooth-Verbindungen ihrer Geräte sofort zu deaktivieren. Wie das Online-Portal „Air Live“ berichtet, wurden die Durchsagen zunehmend dringlicher, und die Crew warnte vor einer Umkehr, falls die aktiven Bluetooth-Signale nicht verschwänden. Doch zwei Geräte blieben weiterhin sichtbar.

Notfall über dem Atlantik

Schließlich setzte die Besatzung den Transpondercode „Squawk 7700“ ab – ein allgemeines Notfallsignal an die Flugsicherung – und leitete die Umkehr ein. Die Maschine landete sicher auf dem Newark Liberty International Airport, wo sie von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften empfangen wurde. Audioaufzeichnungen bestätigten später, dass ein 16-jähriger Junge den sichtbaren Netzwerknamen seines persönlichen Bluetooth-Lautsprechers auf „BOMB“ geändert hatte.

Bluetooth-Signale lösen Bombenalarm aus

Da Bluetooth-Signale an alle Smartphones oder Laptops in der Nähe gesendet werden, die sich koppeln möchten, erschien der Name auf den Bildschirmen der Passagiere und Besatzungsmitglieder in der Kabine. Das löste sofort ein Standardprotokoll für Bombenalarm aus. Die Passagiere wurden angewiesen, ihre Geräte zu überprüfen, und die Crew durchsuchte die Kabine nach verdächtigen Gegenständen. Letztlich stellte sich der Vorfall als Streich eines Jugendlichen heraus.

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Reaktionen und Konsequenzen

United Airlines hat sich bislang nicht offiziell zu möglichen strafrechtlichen Konsequenzen oder einem etwaigen Flugverbot für den beteiligten Jugendlichen geäußert. Die Passagiere zeigten sich erleichtert, in Sicherheit zu sein, aber gleichzeitig äußerst frustriert über den mehrstündigen Vorfall. Viele von ihnen verpassten Anschlussflüge oder mussten ihre Urlaubspläne umstellen. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit im Luftverkehr und zum Missbrauch von Technologie an Bord auf.

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