In Finnland steht ein 27-jähriger Mann vor Gericht, der über den Onlinedienst Snapchat hunderte Kinder sexuell missbraucht haben soll. Die finnische Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, zwischen 2019 und 2022 insgesamt 361 Kinder im Alter von neun bis 15 Jahren kontaktiert und dazu gebracht zu haben, kaum bekleidete oder explizite Fotos und Videos von sich anzufertigen.
Entdeckung durch Zufall
Die Taten wurden entdeckt, als die Polizei im Jahr 2022 im Rahmen eines anderen Verfahrens das Handy des Mannes untersuchte. Dabei stießen die Ermittler auf tausende entsprechende Bild- und Videodateien. Nach Erkenntnissen der Ermittler forderte der Mann die betroffenen Kinder zudem zu sexuellen Handlungen auf. Im Zuge der Ermittlungen räumte der Mann die Taten teilweise ein.
Schwere Vorwürfe
Die Hauptanklagepunkte gegen den 27-Jährigen lauten auf besonders schweren sexuellen Kindesmissbrauch, sexuellen Kindesmissbrauch sowie Verbreitung von Bildern von Kindern in sexuellem Kontext. Der Prozess gegen den Mann soll im September beginnen. Die Öffentlichkeit und die Medien verfolgen den Fall mit großer Aufmerksamkeit, da es sich um eine der umfangreichsten Missbrauchsserien über soziale Medien in Finnland handelt.
Der Fall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Gefahren von Online-Plattformen für Minderjährige. Snapchat, das für seine flüchtigen Nachrichten bekannt ist, wird immer wieder von Tätern genutzt, um Kinder zu kontaktieren und zu missbrauchen. Die finnischen Behörden betonen die Bedeutung von Aufklärung und Prävention im Umgang mit solchen Diensten.



