Ukrainischer Geschäftsmann beschuldigt Geheimdienst HUR nach Explosion in Monaco
Geschäftsmann beschuldigt ukrainischen Geheimdienst HUR

Der ukrainische Geschäftsmann Wadym Jermolajew, der vor zwei Wochen bei einer Explosion in Monaco schwer verletzt wurde, erhebt schwere Vorwürfe gegen den ukrainischen Militärgeheimdienst HUR. In einem von seinen Anwälten verbreiteten Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: „Aufgrund der uns vorliegenden Ermittlungsergebnisse haben wir keinen Zweifel daran, dass aktive Offiziere der Hauptnachrichtendienstabteilung des ukrainischen Verteidigungsministeriums, allgemein bekannt als HUR, direkt an diesem Attentatsversuch beteiligt waren.“ Jermolajew spricht von einem gezielten Mordversuch.

Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Die Staatsanwaltschaften in Monaco und im französischen Nizza ermitteln wegen versuchten Mordes und einer Sprengstoffstraftat. Auf Anfrage äußerten sie sich zunächst nicht zu den Anschuldigungen oder zum aktuellen Stand der Ermittlungen. Die Tat ereignete sich abends am Eingang eines Wohngebäudes in Monaco. Eine Person hatte dort ein Paket abgelegt, das explodierte, als Jermolajew zusammen mit seiner Partnerin und einem Sohn das Gebäude verließ. Alle drei wurden schwer verletzt.

Hintergrund des Anschlags

Der 58-jährige Jermolajew steht seit Dezember 2023 unter ukrainischen Sanktionen. Präsident Wolodymyr Selenskyj warf ihm Kooperation mit Russland vor. Jermolajew zählte regelmäßig zu den reichsten Ukrainern. Nach der Explosion Ende Juni wurde zunächst nach einer tatverdächtigen Ukrainerin mit Wohnsitz in Deutschland gefahndet. Wenige Tage später wurde die Frau erschossen in der Ukraine aufgefunden. Die festgenommenen mutmaßlichen Täter sind Offiziere des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR.

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Reaktionen und Ausblick

Die Vorwürfe Jermolajews belasten die Beziehungen zwischen ukrainischen Behörden und dem Geschäftsmann weiter. Die Ermittlungen in Monaco und Frankreich dauern an. Es bleibt abzuwarten, ob die Anschuldigungen zu weiteren Festnahmen oder diplomatischen Verwicklungen führen.

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