Huthi-Miliz erwägt Rotmeer-Gebühren: Neue Eskalation im Iran-Konflikt
Huthi-Miliz erwägt Rotmeer-Gebühren: Eskalation im Iran-Konflikt

Huthi-Miliz plant Gebühren für Bab al-Mandab

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen erwägt offenbar die Einführung von Gebühren für die Durchfahrt von Handelsschiffen durch das Rote Meer. Dies sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Der Plan bezieht sich auf die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer mit dem Golf von Aden verbindet. Ein Zeitplan wurde nicht genannt. Die Idee wurde bei einem Treffen in Teheran erörtert, um den Druck auf die USA zu erhöhen.

Ein arabischer Vertreter in der Region sagte, mit aus Teheran zurückgekehrten Huthi-Funktionären seien auch iranische Berater in den Jemen gekommen. Diese sollen vor Ort anleiten, wie eine Behörde zur Gebührenabgabe aufgebaut werden könne. Die Behinderung der Durchfahrt bei Bab al-Mandab würde Saudi-Arabien einer wichtigen Alternative zur Straße von Hormus berauben.

Preisexplosion im Iran: 66 Prozent Inflation

Im Iran steigen die Preise weiter stark. Nach Wirtschaftsprotesten im Januar und nunmehr fast fünf Monaten Konflikt mit den USA wird das Leben für die Menschen immer teurer. Die Preise seien im vergangenen Jahr um 66 Prozent gestiegen, berichtete der staatliche Rundfunk Irib. Die steigenden Kosten, fehlende Perspektiven und eine verschlechterte Versorgungslage belasten die Bevölkerung deutlich. Die Nachrichtenagentur Tasnim berichtet von einem starken Preisanstieg für medizinische Dienstleistungen, überfüllten Krankenhäusern und langen Warteschlangen vor Fachambulanzen.

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US-saudische Luftangriffe auf proiranische Milizen im Irak

Die USA und Saudi-Arabien haben Stellungen proiranischer Milizen im Irak angegriffen. Ziel der Luftangriffe seien mehrere Logistik- und Waffenlager im Osten des Landes gewesen, teilte das Regionalkommando Centcom mit. Die Streitkräfte reagierten damit auf mehr als 30 Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden, die von den iranischen Revolutionsgarden gesteuert worden seien. Die sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF) meldeten, dass 20 ihrer Kämpfer getötet und 32 weitere verletzt wurden.

Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi berief nach den Angriffen eine Notfallsitzung des Sicherheitsrats ein. Das Treffen in Bagdad solle sich um die Sicherheitslage und die Luftangriffe drehen. Saudi-Arabien hatte zuvor mitgeteilt, bereits den zweiten Tag in Folge Drohnen abgeschossen zu haben, die von proiranischen Milizen gestartet worden seien und auf Ölanlagen im Osten des Königreichs zielten.

Iranischer Raketenangriff abgewehrt – Jordanien fängt fünf Raketen ab

Der Iran hat nach Angaben des US-Militärs mehrere ballistische Raketen auf amerikanische Streitkräfte im Nahen Osten abgefeuert. Alle iranischen Raketen seien erfolgreich abgefangen worden, teilte Centcom mit. Die US-Streitkräfte blieben „wachsam und in höchster Einsatzbereitschaft“. Zuvor hatte die jordanische Flugabwehr fünf Raketen aus dem Iran abgefangen und zerstört, wie das jordanische Militär mitteilte. Ob es Opfer gab, wurde zunächst nicht bekannt.

Ölpreis steigt nach neuen Gefechten

Infolge der neuen Gefechte im Nahen Osten ziehen die Ölpreise wieder deutlich an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 3,8 Prozent auf 87,30 Dollar. Das US-Öl WTI notierte 3,8 Prozent fester bei 82,30 Dollar. Zuvor waren die Preise nach optimistischen Äußerungen von US-Präsident Trump zu möglichen Verhandlungen mit dem Iran gefallen.

Netanjahu: Treffen mit Trump „eines der besten Gespräche“

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach eigenen Angaben ein „ausgezeichnetes“ Treffen mit US-Präsident Donald Trump gehabt. In einem Video auf Instagram bezeichnete Netanjahu sein etwa 90-minütiges Gespräch im Weißen Haus als „eines der besten“. „Es war ein Gespräch voller Partnerschaft, gegenseitiger Unterstützung und eines gemeinsamen Verständnisses für das Ziel, sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen besitzt“, fügte er hinzu. Trump hatte zuvor gesagt, Netanjahu wolle die USA im Iran-Krieg involviert halten.

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Pentagon führt neue Opferstatistik ein

Das Pentagon hat eine neue Kategorie in seiner offiziellen Opferstatistik eingeführt, die Tote und Verletzte der jüngsten Kämpfe mit dem Iran erfasst. Diese werden nun unter „Overseas Operations“ geführt, da die „Operation Epic Fury“ abgeschlossen worden sei. Zuvor waren vier getötete Soldaten und Dutzende Verletzte aus der Statistik zum Iran-Krieg entfernt worden.

Iran schlägt Oman Hormus-Übergangslösung vor

Der Iran hat dem Oman eine Übergangslösung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus vorgeschlagen. Demnach soll die Route in die eine Richtung komplett und die Gegenroute teilweise durch iranische Gewässer verlaufen, sagte Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi im staatlichen Fernsehen. Einen omanischen Vorschlag zur gleichmäßigen Aufteilung lehne Teheran ab. Sollte Maskat den Plan zurückweisen, bleibe die Meerenge geschlossen.

Ukraine warnt Iran nach Angriff auf Schiff

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warnte seinen iranischen Amtskollegen nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein iranisches Handelsschiff im Kaspischen Meer vor einer Eskalation. Bei dem Angriff wurde ein Seemann getötet und ein weiterer verletzt. Sybiha betonte, die Ukraine greife keine zivilen Schiffe an und wolle eine unnötige Eskalation vermeiden.

Weitere Entwicklungen

Im Iran wurden im Zuge einer Hinrichtungswelle zwei Männer im Zusammenhang mit den Protesten Anfang des Jahres exekutiert. Die USA kündigten zudem weitere Gespräche zwischen Israel und dem Libanon in Rom für den 4. bis 6. August an. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk forderte den israelischen Abzug aus dem Libanon. Trump spielte Berichte über russische Satellitenbildhilfe für den Iran herunter und sprach von guten Gesprächen mit Teheran, drohte aber zugleich mit neuen Angriffen, falls keine Einigung zustande komme.