Iran-Krieg: Jordanien meldet Raketenbeschuss – USA greifen erneut an
Iran-Krieg: Jordanien meldet Raketenbeschuss aus Iran

Jordanien schießt acht iranische Raketen ab

Erstmals seit Wochen ist Jordanien wieder Ziel von iranischen Raketenangriffen geworden. Die jordanischen Streitkräfte schossen nach eigenen Angaben acht Raketen ab. Durch die Abfangmaßnahmen seien Trümmerteile niedergegangen. Nach Angaben der Streitkräfte wurde niemand verletzt, und es seien keine Sachschäden entstanden. Die Raketen seien aus dem Iran abgefeuert worden. Ein jordanischer Regierungssprecher erklärte, landesweit seien Sirenen ausgelöst worden, nachdem die Raketen in den Luftraum eingedrungen waren.

Iranischer Behördenvertreter wirft USA Luftangriff nahe Atomkraftwerk vor

Ein örtlicher Behördenvertreter im Iran hat den USA einen Luftangriff im Umfeld des Atomkraftwerks Buschehr vorgeworfen. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna zitierte Ehsan Dschahanian am Donnerstag damit, der Angriff sei Stunden nach der Erklärung des US-Militärs erfolgt, dass die überwiegend nächtliche Angriffswelle auf Ziele in der Islamischen Republik vorerst beendet sei. Während des Kriegs gab es bereits mehrfach Einschläge in der Nähe der von Russland gebauten Atomanlage.

US-Geschoss schlägt nahe Atomkraftwerk Buschehr ein

Ein US-Geschoss schlägt nach Angaben des stellvertretenden Gouverneurs der Provinz Buschehr im Gebiet um das dortige iranische Atomkraftwerk ein. Mehrere Orte in der Provinz, darunter das Umfeld der Atomanlage, seien von US-Angriffen getroffen worden, sagte der Politiker staatlichen Medien.

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Iran greift US-Militärstützpunkte in Golfstaaten an

Der Iran hat am Donnerstag nach eigenen Angaben US-Militäreinrichtungen in benachbarten Golfstaaten angegriffen und damit das vor drei Wochen vereinbarte Waffenstillstandsabkommen an den Rand des Scheiterns gebracht. Die Angriffe erfolgten als Reaktion auf US-Luftschläge gegen iranische Küsten- und Ostprovinzen am Mittwoch. Die iranische Armee teilte über staatliche Medien mit, sie habe US-Patriot-Systeme in Kuwait, eine Frühwarnstation in Katar sowie ein Treibstofflager der US-Armee in Bahrain mit Drohnen attackiert. Eine Person sei in Kuwait durch herabfallende Trümmerteile verletzt worden.

Wichtige Eisenbahnbrücke bei US-Angriffen getroffen

Bei nächtlichen US-Luftangriffen ist nach Angaben aus dem Iran eine strategisch wichtige Eisenbahnbrücke im Norden des Landes getroffen worden. Dabei handele es sich um die Ak-Takeh-Chan-Brücke in der Provinz Golestan, meldet die Nachrichtenagentur Fars. Die Schienenstrecke ist für den Iran eine wichtige Verbindung im Handel mit China und Russland. Die Route führt über Turkmenistan und Kasachstan nach China. Sie hatte nach der Blockade iranischer Golfhäfen durch die USA an Bedeutung gewonnen. Zudem nutzt Russland die Strecke seit Ende 2025 für Frachtlieferungen in den Iran. Die Brücke soll Fars zufolge rasch repariert werden.

Iran verurteilt US-Angriffe: Werden nationale Interessen schützen

Der Iran hat die neuen US-Angriffe scharf verurteilt. Die Islamische Republik werde nicht zulassen, dass Vertragsbrüche, Schikanen und Niedertracht der USA den nationalen Interessen schaden, teilt das Außenministerium in Teheran mit. Konkret nannte das Ministerium Angriffe auf südliche Küstenprovinzen und zwei Brücken im Osten des Landes. Die USA hatten am Mittwochabend neue Angriffe auf den Iran gestartet. Sie hätten darauf abgezielt, die Fähigkeiten des Iran zur Bedrohung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu schwächen, erklärte das US-Militär.

Bahrain löst zum dritten Mal Raketenalarm aus

Bahrain hat am Donnerstagvormittag ein weiteres Mal Raketenalarm ausgelöst. Es war bereits das dritte Mal seit dem Beginn einer neuen US-Angriffswelle auf Ziele im Iran in der Nacht zum Donnerstag, dass in dem Königreich im Persischen Golf Sirenen heulten, um vor anfliegenden Geschossen aus dem Iran zu warnen. In Bahrain befindet sich das Hauptquartier der 5. Flotte der US-Marine.

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Iran bestellt britischen Botschafter ein

Der Iran hat den britischen Botschafter in Teheran einbestellt, um gegen Vorwürfe einer iranischen Verwicklung in Sicherheitsvorfälle in Großbritannien zu protestieren. Das Außenministerium wies die britischen Anschuldigungen als haltlos zurück, wie staatliche Medien meldeten. Demnach wirft der Iran der Regierung in London eine Ablenkungstaktik vor und forderte sie auf, keine „Terrornetzwerke“ mehr zu beherbergen, die sich gegen den Iran richteten. Großbritannien hatte am Dienstag den iranischen Geschäftsträger in London einbestellt. Auslöser war die Verurteilung von zwei rumänischen Staatsbürgern wegen eines Messerangriffs auf einen britisch-iranischen Journalisten im Jahr 2024.

Israel: Truppen bleiben vorerst im Südlibanon

Israels Verteidigungsminister Israel Katz knüpft einen Rückzug aus dem Südlibanon an eine vollständige Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz. Israel werde in einer selbst definierten „Sicherheitszone“ im Libanon verbleiben und von dort aus so lange wie nötig operieren, bis die Hisbollah im gesamten Libanon entwaffnet und die Bedrohung für die Bewohner Nordisraels beseitigt sei, erklärte Katz nach Angaben eines Sprechers.

Regierung: 14 Tote bei US-Angriffen im Iran

Bei den jüngsten US-Angriffen im Iran sind Regierungsangaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden. 78 weitere Menschen wurden bei den Luftangriffen der vergangenen zwei Tage verletzt, wie der Pressedienst der Regierung mitteilte. Demnach werden immer noch 47 Verwundete in Krankenhäusern behandelt. Der Iran meldete Angriffe in fünf Provinzen.

Irans Parlamentspräsident warnt USA vor weiterem Beschuss

Der iranische Parlamentspräsident hat die USA vor weiteren Angriffen gewarnt. Mohammed Bagher Ghalibaf, der in den Verhandlungen mit den USA bislang eine Schlüsselrolle einnahm, erklärte am Donnerstag auf der Plattform X, die Vereinigten Staaten hätten immer noch nicht verstanden, dass Einschüchterung und Wortbrüche nicht mehr folgenlos blieben. Wer angreife, müsse mit einem Gegenschlag rechnen.

US-Angriffe legen wichtige Bahnstrecke lahm

Im Iran ist der Zugverkehr nach den nächtlichen US-Angriffen auf einer wichtigen Strecke unterbrochen worden. Nach der Bombardierung auf einen Abschnitt der Bahnstrecke Teheran-Maschhad haben Personenzüge ihre Fahrten eingestellt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Es werde daran gearbeitet, die Strecke so schnell wie möglich zu reparieren. Die Fahrt von Teheran in die nordöstliche Millionenmetropole Maschhad dauert in der Regel 11 Stunden. Heute soll dort der Ende Februar getötete oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei bestattet werden.

Rund 90 Ziele: USA erklären Angriffe für beendet

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine jüngste Angriffswelle gegen den Iran beendet. Dabei seien rund 90 Ziele angegriffen worden. Dies teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) am Donnerstag mit. Zudem veröffentlichte das Kommando Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die offenbar Angriffe auf eine Start- und Landebahn sowie auf Raketenabschussanlagen zeigen. „Die US-Streitkräfte bleiben wachsam, schlagkräftig und bereit, auf Anweisung des Oberbefehlshabers Einsätze auszuführen“, hieß es weiter.

Kuwait wieder unter Beschuss – Sirenengeheul auch in Bahrain

Nach Beginn einer erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele im Iran ist der Golfstaat Kuwait laut örtlichen Armeeangaben in der zweiten Nacht in Folge unter Beschuss geraten. Die Luftabwehr wehre feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab, teilte die Armee des mit den USA verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Auch in Bahrain heulten wieder die Sirenen. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats mit. Die USA begannen in der Nacht eine neue Angriffswelle gegen den Iran, um die Fähigkeit Teherans einzuschränken, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu beeinträchtigen.

Pakistan fordert USA und Iran zu Zurückhaltung auf

Der Vermittlerstaat Pakistan hat die USA und den Iran angesichts der erneuten militärischen Eskalation zu Zurückhaltung aufgerufen. „Ein erneuter Konflikt liegt in niemandes Interesse“, heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums. Eine nächste Runde der Verhandlungen wäre demnach wieder in Pakistan möglich. Auch die katarische Hauptstadt Doha sei im Gespräch, hieß es.

Trump droht mit noch heftigeren Angriffen

US-Präsident Donald Trump hat verstärkte Angriffe gegen den Iran in Aussicht gestellt. Die Attacken des US-Militärs seien Vergeltungsmaßnahmen für vom Iran beschossene Schiffe, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. „Sollte sich so etwas wiederholen, wird es noch viel schlimmer kommen!“ Trump drohte zudem mit Angriffen auf zivile Infrastruktur und der Einnahme der für die iranische Ölindustrie wichtigen Insel Charg.